Drohne

War es wirklich eine Drohne, die den Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen vorübergehend lahmgelegt hat? Die Polizei ist sich inzwischen nicht mehr sicher.

Die vermeintliche Sichtung einer Drohne am Frankfurter Flughafen könnte sich im Nachhinein als Fehlalarm entpuppen. "Ob es eine Drohne war oder möglicherweise auch etwas ganz anderes, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Samstag. Denn es seien lediglich zwei Drohnensichtungen gemeldet worden - tatsächlich gesehen habe keiner der Ermittler die mysteriösen Flugobjekte.

Polizei spricht von "seltsamer Angelegenheit"

Obwohl sich die Bundespolizei sofort mit einem Hubschrauber auf die Suche gemacht hatte, fehlte von den mutmaßlichen Drohnen jede Spur. Auch eine Sprecherin der Frankfurter Polizei sprach von einer "seltsamen Angelegenheit". Was genau am Himmel flog und ob dort überhaupt etwas unterwegs war, sei völlig unklar.

Der Flugbetrieb war am Freitag um 17.45 Uhr nach einer halben Stunde Unterbrechung wieder aufgenommen worden. An Deutschlands größtem Airport waren an dem Tag bis zum Abend rund 60 der 1.439 Flüge annulliert worden, die meisten allerdings im Zusammenhang mit einer Computerpanne im Flugsicherungszentrum Langen.

13 Maschinen mussten umgeleitet werden

Auf das Konto der vermeintlichen Drohne gingen tatsächlich mehr als ein Dutzend Flüge. So mussten insgesamt 13 ankommende Maschinen wegen der Sperrung auf andere Flugläfen ausweichen. Als die Drohne nicht mehr gesehen wurde, nahm der Flughafen den Betrieb wieder auf. 

In Deutschland sind Drohnenflüge über den Start- und Landebereich an Flughäfen verboten. Ihre Zahl ist dennoch steigend. So registrierte die Flugsicherung im vergangenen Jahr 125 Behinderungen im Großraum von Flughäfen - die meisten Störungen (31) gab es in Frankfurt, gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12). 

Sendung: hr-iNFO, 23.3.2019, 15 Uhr