Ein Sparkassen-Mitarbeiter demonstriert an einem Geldautomaten die «Skimming»- Technik.

Karte reinstecken, PIN eintippen - und schon ist es passiert: In Hessen haben Datendiebe an Geldautomaten im vergangenen Jahr wieder häufiger zugeschlagen. Der Kunde ist jedoch nicht der Dumme.

28 Mal manipulierten Kriminelle von Januar bis einschließlich Dezember Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Ein Jahr zuvor hatte die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme 19 solcher "Skimming"-Attacken. Einzelne Automaten kann es dabei mehrfach treffen.

Im Vergleich der Bundesländer liegt Hessen bei den Fallzahlen auf Platz 3. Die bundesweit meisten Fälle gab es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in Berlin (114), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (61). Insgesamt wurden in Deutschland 245 "Skimming"-Versuche an Geldautomaten registriert. Im Jahr 2018 waren es 449.

Banken ersetzen dem Kunden den Schaden

Den Bruttoschaden durch "Skimming" im vergangenen Jahr beziffern die Frankfurter Experten auf gut 1,4 Millionen Euro. 2018 waren es mit 1,44 Millionen Euro noch etwas mehr.

Verbraucher, die Opfer von "Skimming" geworden sind, müssen normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

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Skimming

Beim Skimming benutzen Kriminelle sogenannte Vorschaltgeräte, die sie an an Bankautomaten anbringen, um die Daten von EC- und Kreditkarten auszulesen - einschließlich der Geheimnummer. Anschließend können so Kartendubletten erstellt werden, mit denen eingekauft oder Bargeld abgehoben wird.

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