In Nordrhein-Westfalen wie hier in Aachen gibt es das Eis zum Mitnehmen bereits.

Der Frühling beginnt trotz Corona also auch in Hessen mit frischem Vanille-, Schoko- oder Mango-Eis: Nach viel Kritik am Eisdielen-Verkaufsverbot startet am Montag wieder der Straßenverkauf. Kunden müssen allerdings aufs Hörnchen verzichten und nach dem Kauf das Weite suchen.

Mehr als zwei Wochen mussten Eisliebhaber wegen Corona auf ihre Lieblingssorten aus dem Eiscafé verzichten. Doch nun bestätigte ein Sprecher des hessischen Wirtschaftsministeriums dem hr: "Der Straßenverkauf findet wieder statt."

Und zwar ab Montag, wenn auch viele andere Geschäfte in Hessen wieder unter Bedingungen öffnen dürfen. Die Kontaktbeschränkungen wurden bis zum 3. Mai verlängert.

Kein Eis im Hörnchen

Die Eis-Kunden müssen beim Anstehen natürlich die geltenden Abstandsregeln beachten - es könnte also Schlangen geben. Bedienungen im Eiscafé sowie Außenplätze bleiben demnach verboten.

Zudem soll das Eis nicht in einem Umkreis von 50 Metern gegessen werden - und es darf nicht "in essbaren Behältnissen verkauft" werden. Eis im Hörnchen ist also tabu.

Verwirrung um Verbot

Eine Pressemeldung, die zuvor zum Thema Eisdielen veröffentlicht wurde, hatte noch offen gelassen, ob nur ein Lieferservice oder auch der Straßenverkauf erlaubt werden sollte. Bei den Kommunen herrschte deshalb vielerorts Verwirrung.

Ende März mussten die Eisdielen in Hessen anders als in manch anderem Bundesland den Verkauf von Speiseeis komplett einstellen. Das Verbot hatte bei vielen Menschen für Wut und Unverständnis gesorgt. Auf der hessenschau-Facebook-Seite wurde die Bestimmung scharf kritisiert.

"Das ist doch jetzt reine Willkür. Ob ich mir jetzt nachmittags beim Bäcker Kaffee und Kuchen hole oder in der Eisdiele ein Eis, kommt doch wahrlich auf dasselbe hinaus", meinte ein Nutzer.

Nutzkommentare

Sendung: hr4, 20.4.2020, 6.00 Uhr