Eine Drohne und ein Flugzeug
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Am Frankfurter Flughafen ist am Freitag erneut eine Drohne gesichtet worden - wie schon tags zuvor wieder im südlichen Bereich des Geländes. Später musste eine Maschine beim Landeanflug durchstarten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Erneute Drohnenmeldung am Frankfurter Flughafen

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Am Frankfurter Flughafen ist am späten Freitagvormittag erneut eine Drohne gesichtet worden. Das bestätigte die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen am späten Abend auf hr-Nachfrage. Die Drohne sei im Bereich der Landebahn Süd gesichtet worden, sagte ein DFS-Sprecher dem hr.

Flugbewegung des Condor-Flugs DE1503 von Palma nach Frankfurt
Flugbewegung des Condor-Flugs DE1503 von Palma nach Frankfurt Bild © flightradar24.com

Aus Sicherheitsgründen sei der Bereich zwischen 11.20 Uhr und 11.55 Uhr gesperrt worden. Laut Flugsicherung mussten einige Flugzeuge Warteschleifen fliegen und auf andere Landebahnen ausweichen. Größere Verspätungen oder Flugausfälle seien aber nicht entstanden. "Der Flugbetrieb auf den anderern Bahnen lief normal weiter" , so der DFS-Sprecher.

Condor-Flug muss durchstarten

Rund zwei Stunden später kam es zu einem weiteren Vorfall, als der Pilot eines Condor-Flugs aus Palma im Anflug am Frankfurter Flughafen durchstarten musste. Der Grund dafür war, dass die vorgesehene Landebahn noch von einem Flugzeug blockiert war. "Das bereits gelandete Flugzeug war langsamer von der Bahn abgerollt als ursprünglich geplant, daher wurde der Pilot des Condor-Fliegers vom Tower angewiesen, noch einmal durchzustarten", so der DFS-Sprecher.

Das sei ein normales Manöver, ein Sicherheitsrisiko bestand für die Passagiere demnach nicht, wie auch ein Pressesprecher von Condor dem hr bestätigte. Laut DFS-Sprecher stand das Manöver der Condor-Maschine nicht im Zusammenhang mit der Drohnensichtung.

Drohne sorgt für Ausfälle

Es war die zweite Drohnensichtung innerhalb zweier Tage. Erst am Donnerstagmorgen war der gesamte Flugbetrieb am Frankfurter Flughafen für fast eine Stunde eingestellt worden, nachdem dort mehrere Piloten eine Drohne gesichtet hatten. Mehr als 130 Starts und Landungen fielen aus, es kam zu Verspätungen.

Wie die "Rheinische Post" am Freitag berichtete, will Lufthansa gegen den oder die Betreiber der Drohne eine Schadensersatz-Klage von einigen Hunderttausend Euro prüfen, falls er ermittelt werde.

In Deutschland sind Drohnenflüge an Flughäfen verboten, sie nehmen dennoch zu. Die Deutsche Flugsicherung registrierte im vergangenen Jahr 125 Behinderungen durch Drohnen im Bereich von Flughäfen – die meisten Störungen gab es in Frankfurt.  

Sendung: hr-iNFO, 10.5.2019, 22 Uhr