In einigen Rewe-Märkten rund um Frankfurt könnte es zu Engpässen im Sortiment kommen. Grund dafür sind die Warnstreiks in der Transportbranche. Verdi will den Druck bis Weihnachten erhöhen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Warnstreiks in der Transportbranche haben begonnen

Mann mit Verdi-Trillerpfeife
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Die Gewerkschaft Verdi hat in der Nacht zum Dienstag damit begonnen, die private Transportbranche zu bestreiken. Los ging der Ausstand bei der Bahn-Tochter Schenker in Frankfurt-Fechenheim. Dort wurden nach Angaben der Gewerkschaft von 80 Containern, die eigentlich ausgeliefert werden sollten, 78 blockiert. Bei der Ladung, die nicht transportiert wurde, handelte es sich größtenteils um Elektronikprodukte und Waren für Rewe-Märkte im Großraum Frankfurt.

Streit um Betriebszugehörigkeitszulage

Verdi will mit den Warnstreiks in der Vorweihnachtszeit ihren Forderungen nach besserer Bezahlung für längere Betriebszugehörigkeit Druck verleihen. Die Gewerkschaft fordert eine Zulage von 30 Euro nach vier Jahren Betriebszugehörigkeit und 60 Euro nach acht Jahren. In anderen Bundesländern sei das längst Standard, sagte ein Verdi-Sprecher dem hr. Der Arbeitgeberverband hat die Forderung bei den Tarifgesprächen vor einer Woche prinzipiell abgelehnt.

Neben dieser Zulage will Verdi für die rund 50.000 Beschäftigten im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe im Land eine Erhöhung des Grundentgelts um 75 Euro sowie eine lineare Erhöhung von drei Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen nach dem Willen der Gewerkschaft um monatlich 150 Euro steigen.

Weitere Warnstreiks bis Weihnachten

Nachdem in der Nacht Schenker bestreikt wurde, soll es in den Wochen bis Weihnachten immer wieder Warnstreiks und Aktionen bei den privaten Paket- und Transportdiensten geben. Verdi vertritt in Hessen unter anderem die Paketboten bei UPS, DPD und Hermes. DHL ist von den Ausständen nicht betroffen.

Sendung: hr1, 3.12.2019, 11.00 Uhr