Eschborn Rathaus Schild Mathias Geiger
Der Schriftzug des Rathauses in Eschborn Bild © picture-alliance/dpa

Die Stadt Eschborn stellt sich nicht mehr gegen die Regionaltangente West. Die Stadt einigte sich bei einem Schlichtungsgespräch im Wirtschaftsministerium. Die geplante Bahnverbindung soll den Pendlerverkehr um Frankfurt entlasten.

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Die Stadt Eschborn (Main-Taunus) gibt ihren Widerstand gegen die geplante Bahnverbindung "Regionaltangente West" offenbar auf. Eschborns Bürgermeister Mathias Geiger (FDP) sagte dem hr, bei einem Schlichtungsgespräch im Wirtschaftsministerium sei eine Einigung mit der Planungsgesellschaft erreicht worden.

Kollision mit neuer A66-Zufahrt

Die neue Bahnverbindung soll von Bad Homburg (Hochtaunus) kommend durch Eschborn über den Frankfurter Flughafen bis nach Neu-Isenburg (Offenbach) führen. Sie soll Frankfurt und Umgebung vom Pendlerverkehr entlasten.

Eschborn blockierte die Planungen bisher jedoch, weil der Trassenverlauf nach Angaben der Stadt an einer Stelle mit einem Wirtschaftsweg für eine neue Autobahnzufahrt von der A648 in das Gewerbegebiet Süd kollidierte. Die A648 führt zur A66. Nun seien die Bedenken jedoch ausgeräumt worden, sagte Geiger.

Eschborns Kostenanteil bei 1,7 Millionen Euro

Die Stadtverordneten könnten den Bebauungsplan für die Autobahnverbindung bei ihrer nächsten Sitzung beschließen, und die Regionaltangente könne selbstverständlich durch Eschborn fahren, betonte der Bürgermeister. In allen übrigen beteiligten Kommunen wurden bereits Beschlüsse dazu gefasst.

Die Planungsgesellschaft für die Regionaltangente hatte im Vorfeld des Schlichtungstreffens gewarnt, ohne den zusätzlichen Anteil Eschborns in Höhe von 1,7 Millionen Euro drohe dem Projekt das Aus.