Ein Mitarbeiter arbeitet bei Akasol in Langen an einer unfertigen Batterie.
Batterien für 3.000 Elektrobusse sollen bei Akasol hergestellt werden. Bild © picture-alliance/dpa

Von Langen aus soll künftig der europäische Elektro-Bus-Markt erobert werden. Mit der Eröffnung eines großen Batteriewerks setzt das Darmstädter Unternehmen Akasol auf die Zukunft der Elektro-Mobilität.

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Das Darmstädter Unternehmen Akasol hat am Donnerstag in Langen die nach eigenen Angaben europaweit größte Batteriefabrik für elektrische Nutzfahrzeuge eröffnet. Dort sollen im Dreischichtbetrieb Batterien für 3.000 E-Busse pro Jahr hergestellt werden.

"Es gibt einen massiven Trend zu Elektro-Bussen im öffentlichen Nahverkehr", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Sven Schulz. Mit zwei der größten Bushersteller in Europa gebe es bereits Verträge. Akasol erwartet für 2017 einen Umsatz von 15 Millionen Euro (Vorjahr: 13,5). Für 2020 ist ein Geschäftsvolumen im dreistelligen Millionenbereich angepeilt.

150 neue Arbeitsplätze geplant

Das Unternehmen mit derzeit etwa 100 Beschäftigten investiert in das rund 3.500 Quadratmeter große Werk zehn Millionen Euro, rund 150
Arbeitsplätze sind geplant. Akasol befasst sich seit mehr als 25 Jahren mit Batteriesystemen - bislang vor allem für Bahnen, Boote und
schwere Nutzfahrzeuge.

"Hessen braucht innovative Unternehmen, die die Herausforderungen der Zukunft annehmen", sagte Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) anlässlich der Eröffnung. "Denn wir wollen nicht nur die ökologischen, sondern auch die ökonomischen Chancen der Verkehrswende für Wertschöpfung und Beschäftigung in Hessen nutzen."

In der Diskussion um luftverschmutzende Diesel-Fahrzeuge gilt Elektro-Verkehr für Kommunen als saubere Alternative. "Bis zum Jahr
2022 will Wiesbaden den ÖPNV auf E-Busse umgestellt haben", sagte Holger Elze, Sprecher der dortigen Verkehrsgesellschaft ESWE. Dazu
sollen etwa 220 Elektro-Busse angeschafft werden.