Lufthansa- und Eurowings-Maschine
Eurowings kommt nach Frankfurt. Bild © picture-alliance/dpa

Die Lufthansa-Tochter Eurowings kommt nach Frankfurt. Ab Oktober werden drei Langstreckenziele angeflogen - weitere Ziele sind in Planung. Lange hatte die Lufthansa gezögert, ihre Tochter ans Drehkreuz Rhein-Main zu holen.

Nach dem Passagier-Rekord im vergangenen Jahr will die Deutsche Lufthansa ihr touristisches Langstreckenangebot in Frankfurt und München ausweiten. Ab dem Winterflugplan wird die Tochter-Gesellschaft Eurowings auch von Frankfurt aus starten. Das kündigte die Airline am Dienstag an.

Als Ziele nannte Lufthansa die Urlaubsinseln Mauritius und Barbados sowie Flüge nach Windhoek in Namibia. Zudem werde Eurowings zu dem bereits bestehenden Angebot täglich München mit der thailändischen Hauptstadt Bangkok verbinden. Weitere Ziele seien in Planung. Ab dem 13. März sollen die Flüge buchbar sein.

LH-Drehkreuze waren für Eurowings tabu

Damit verabschiedet sich die Lufthansa endgültig von dem Konzept, Eurowings nur außerhalb seiner Drehkreuze fliegen zu lassen. Nachdem sich Fraport stärker für "Low Coster" geöffnet hatte, vor allem mit der Ansiedelung von Ryanair, hatten viele erwartet, dass Eurowings nachziehen wird.

"Die Lufthansa Group ist heute schon einer der größten Anbieter für Urlaubsreisen in ganz Europa. Die Nachfrage gerade in diesem Bereich steigt stark", erklärt Vorstandsmitglied Harry Hohmeister. Daher sei es nur konsequent, in Frankfurt neue Strecken anzubieten und das Angebot in München auszuweiten.

Die Lufthansa hatte im vergangenen Jahr einen Passagierrekord aufgestellt und samt ihren Töchtern wie Eurowings und Swiss 142,3 Millionen Fluggäste befördert - zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Eurowings-Chef Thorsten Dirks hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres erklärt, dass die Ausweitung der Langstreckenflüge geprüft werde.

Sendung: hr-iNFO, 05.03.2019, 12.40 Uhr