Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Riesiges Rechenzentrum in Hanau geplant

Luftaufnahme von Hanau.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne soll in Hanau eines der größten Rechenzentren Europas entstehen. Die Pläne und Zahlen sind gewaltig, die finale Entscheidung naht.

Es ist ein echtes Großprojekt: Ein privater Investor möchte auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne in Hanau eines der größten Rechenzentren Europas bauen. Beim Magistrat der Stadt ist er damit auf Zustimmung gestoßen: Er hat dem Entwurf des Bebauungsplans in dieser Woche zugestimmt.

Vorangegangen seien schwere Verhandlungen mit dem Investor "P3 Hanau", schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Es sei vor allem um die Stromversorgung, die "Beanspruchung von Ressourcen wie Fläche und Trinkwasser sowie die Emissionen" gegangen.

Verbrauch von 180 Megawatt

Das Rechenzentrum, das auf dem rund 50 Fußballfelder großen Gelände entstehen soll, könnte circa 180 Megawatt verbrauchen - etwa die doppelte Jahresleistung der Stadt Hanau. Deswegen sollen auch Blockheizkraftwerke, eine Freiflächen-Photovoltaikanlage und Umspannwerke gebaut werden.

Es werde vertraglich vereinbart, dass der genutzte Stromanteil bei Inbetriebnahme des Rechenzentrums zu 80 Prozent und nach fünf Jahren zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen muss.

Finale Entscheidung bei Stadtverordneten

Da es sich um ein Thema mit regionaler Dimension handle, seien auf Arbeitsebene erste Kontakte mit Frankfurt, Offenbach, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main geknüpft worden.

Die Stadt Hanau erhoffe sich "attraktive Unternehmensansiedlungen aus der IT-Branche" und ein steigendes Gewerbesteueraufkommen. Final muss die Stadtverordnetenversammlung am 17. Mai aber noch über das Projekt entscheiden.

Sendung: hr-iNFO, 05.05.2021, 13.00 Uhr