Schild mit der Aufschrift "No Drone Zone" am Frankfurter Flughafen

Mehrere Drohnensichtungen haben am Montag zu einer längeren Einstellung des Flugverkehrs am Frankfurter Flughafen gesorgt. Flüge mussten umgeleitet und annulliert werden. Knapp 10.000 Passagiere waren betroffen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Flugbetrieb in Frankfurt wegen Drohne unterbrochen

Drohnen stellen eine Gefahr für den Luftverkehr dar.
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Rund eineinhalb Stunden gab es keine Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen. Kurz nach 13 Uhr wurde der Flugbetrieb wieder aufgenommen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport. Demnach kam es bis zum Nachmittag zu 72 Annullierungen, 57 Flüge mussten umgeleitet werden. Rund 9.700 Passagiere waren betroffen.

Seit 13:00 Uhr läuft der Flugbetrieb am #Flughafen #Frankfurt wieder.

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Die Drohne sei gegen 11.23 Uhr von einem Piloten im südlichen Bereich des Flughafens gesichtet worden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Anschließend gab es weitere Berichte von Drohnensichtungen. Ob es sich jeweils um dasselbe Fluggerät handelte, war zunächst unklar. Landes- und Bundespolizei suchten nach der Drohne, auch ein Hubschrauber sei im Einsatz. Die Fahndung dauerte nach Polizeiangaben auch am Nachmittag noch an. Ermittelt werde wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Frankfurter Airport bundesweit am stärksten betroffen

Immer wieder sorgen Drohnensichtungen für eine Unterbrechung des Flugverkehrs auch am Frankfurter Flughafen. Erst im Februar hatte eine Drohnensichtung den Flugverkehr über Frankfurt für eine Stunde lahmgelegt. Die Bundespolizei sprach von einer bewussten Sabotage. Wie in den Fällen zuvor war die Suche nach den Drohenpiloten ergebnislos verlaufen. Mit insgesamt 28 Sichtungen war der Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr bundesweit am häufigsten von Störungen durch Drohnen betroffen.

In Deutschland sind Drohnenflüge in der Nähe von Start- und Landebereichen von Flughäfen verboten - es muss mindestens ein Abstand von eineinhalb Kilometern gehalten werden. Auch unmittelbar über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen dürfen keine Drohnen aufsteigen.

Sendung: hr-iNFO, 02.03.2020, 14.00 Uhr