Visualisierung - so wird die Einfahrt zum Terminal drei am Flughafen Frankfurt aussehen

Der Frankfurter Flughafen wird sein neues Terminal 3 frühestens 2025 eröffnen. Grund für die Verschiebung ist der coronabedingte Zusammenbruch des Flugverkehrs. Aber es gibt auch eine gute Nachricht für Mitarbeiter.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Fraport will ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen

Leeres Gepäckband am Flughafen Frankfurt
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Der Frankfurter Flughafen nimmt sein drittes Passagier-Terminal frühestens im Jahr 2025 in Betrieb. Wegen der Corona-Krise bestehe seitens der Kunden keine frühere Nachfrage, sagte ein Sprecher des Betreibers Fraport am Donnerstag.

Die Bauarbeiten für das rund vier Milliarden Euro teure Projekt werden zwar fortgesetzt, könnten aber teilweise aus Kostengründen gestreckt werden. Zuerst hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet.

Auch Flugsteig G später

Von der Verschiebung des Termins für die Inbetriebnahme auf das Jahr 2025 ist auch der weit fortgeschrittene Flugsteig G betroffen. Er ist vor allem für Billigfluggesellschaften vorgesehen.

Der Flugsteig sollte eigentlich schon zum Jahresende 2021 zur Verfügung stehen. Dieser Teilabschnitt könne bei einem früherem Bedarf innerhalb von zwölf Monaten startklar gemacht werden, sagte der Fraport-Sprecher.

Ein Terminal reicht zurzeit

Das gesamte Terminal 3 im Süden des Frankfurter Flughafens hat eine geplante Kapazität von rund 25 Millionen Passagieren, was Flughäfen wie Düsseldorf oder Berlin-Tegel entspricht. Es sollte das weitere Wachstum des größten deutschen Flughafens sichern, an dem im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Passagiere abgefertigt worden sind.

In der Corona-Krise ist der Verkehr am Drehkreuz allerdings so drastisch zurückgegangen, dass zudem das kleinere der beiden bestehenden Terminals geschlossen worden ist.

Flughafenchef: Personalkosten schon stark gesenkt

Trotzdem sieht Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte gute Chancen, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen, wie er dem hr am Donnerstag sagte. Das Unternehmen hatte bereits im Sommer angekündigt, dass es wegen der Coronapandemie langfristig bis zu 4.000 der derzeit 17.000 Arbeitsplätze streichen müsse.

Bei der Senkung der Personalkosten sei man schon weit gekommen, sagte der Flughafenchef. Die Wahrscheinlichkeit von betriebsbedingten Kündigungen sinke dadurch deutlich. Dazu müsse allerdings auch ein Notlagentarifvertrag vereinbart werden, der gerade branchenweit verhandelt wird.

3.000 gehen demnächst

Im kommenden halben Jahr werden laut Schulte rund 3.000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, unter anderem über freiwillige Abfindungsprogramme und Altersteilzeit. An anderer Stelle werden Verträge nicht verlängert oder Arbeitsplätze nicht neu besetzt.

Sendung: hr-iNFO, 29.10.2020, 20 Uhr