Flughafen Frankfurt

Lange Warteschlangen und Chaos bei der Passagier-Abfertigung sollen künftig der Vergangenheit angehören. Am Frankfurter Flughafen hat neben dem Terminal 1 eine neue Halle für Sicherheitskontrollen eröffnet - mit Überholspur.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Der Anbau soll Entlastung bringen

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Endlich mehr Platz für die Kontrollen von Passagieren und deren Handgepäck: Die neue Anbauhalle am Terminal 1 wurde am Mittwochmorgen in Probebetrieb genommen, wie die Bundespolizei und der Flughafenbetreiber Fraport mitteilten. Die Kontrollen liefen zunächst reibungslos, versicherte ein Polizeisprecher. Die offizielle Inbetriebnahme findet am 24. Juli statt.

Die neue Halle wurde gerade einmal in einem halben Jahr hochgezogen. Die Passagiere werden von dem eigentlichen Terminalgebäude über einen Gang in die Kontrollhalle geführt. Nach der Sicherheitskontrolle werden sie dann über einen zweiten Zugang wieder ins Terminal gebracht.

Mehr Passagiere pro Stunde

In dem eigens errichteten Gebäude sind sieben Kontrollspuren untergebracht, die dank einer neuartigen Konfiguration mehr Passagiere pro Stunde schaffen als die bislang eingesetzten Linien. Insbesondere ist es möglich, langsamere Passagiere im Kontrollvorgang zu überholen.

Nach jüngsten Tests könnten bis zu 1.800 Passagiere und ihr Handgepäck pro Stunde in der neuen Halle vor Flugantritt kontrolliert werden. Von den 186 Kontrollspuren im größten deutschen Flughafen sind nun neun mit der neueren Technik ausgerüstet, die nach Angaben von Fraport in den kommenden Jahren überall zum Einsatz kommen soll.

Die Halle soll nach der großen Reisewelle dann im Herbst noch einmal für rund sechs Monate geschlossen werden, um abschließende Bauarbeiten zu ermöglichen.

Im Sommer 2018 herrschte Chaos

Im Sommer 2018 hatten die im internationalen Vergleich langsamen Kontrollen in Frankfurt zu langen Warteschlangen geführt und Kritik insbesondere der Lufthansa hervorgerufen. Auch im Dezember 2018 sorgten lange Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle dafür, dass viele Urlauber ihre Flüge verpassten.

Die größeren Flughafenbetreiber mit Fraport an der Spitze wollen der Bundespolizei Aufgaben abnehmen und etwa die Kontrollen mit privaten Dienstleistern organisieren. Dazu bräuchte es aber Änderungen im Luftsicherheitsgesetz, über die noch nicht entschieden ist.