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Flughafengebühren in Frankfurt steigen um 4,3 Prozent

Flugzeuge am Flughafen Frankfurt/a.M. (picture alliance / Daniel Kubirs)

Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt werden Starts und Landungen teurer. Ab dem kommenden Jahr erhöhen sich die Gebühren um durchschnittlich 4,3 Prozent. Nachlässe gibt es für besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge.

Das Wirtschaftsministerium hat nach eigenen Angaben die neue Entgeltordnung des Flughafen-Betreibers Fraport AG genehmigt. Ab kommenden Jahr sollen die Gebühren demnach im Schnitt um 4,3 Prozent teurer werden.

Während besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge einen Gebühren-Nachlass bekommen, erhalten verspätete Flüge, die in der Nacht landen oder starten diesen Vorteil nicht mehr.

Diesen Schritt lobte Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Mittwoch. Die von Fraport gesetzten Anreize müssten auch in Zukunft konsequent weiterentwickelt werden. "Das betrifft nicht nur stärkere Anreize zur Vermeidung von Nachtflügen, sondern auch für den generellen Einsatz der leisesten Flugzeuge, die verfügbar sind", so der Minister. Klar sei aber auch: Der Luftverkehr müsse CO2-neutral werden. Es brauche den Ausbau der Schiene, um gute Alternativen für Kurzstreckenflüge zu schaffen.

Was sind Flughafengebühren?

Die sogenannten Flughafenentgelte sind Gebühren, die jeder Fluggast indirekt über den Ticketpreis zahlen muss. Die Mittel müssen für Erhalt und Betrieb der Flughafeninfrastruktur verwendet werden. Im Jahr 2019 hat die Fraport rund 816 Millionen Euro an Start- und Landeentgelten eingenommen.

Passagiere am Terminal 2 des Frankfurtert Flughafens.

Die Airlines können sich die Gebühr aber teilweise zurückholen, wenn aufs Jahr gerechnet mindestens 22,1 Millionen Passagiere von Frankfurt abfliegen. Das soll ein Anreiz sein, die Passagierzahlen wieder zu steigen.

22,1 Millionen Passagiere - das entspricht lediglich 63 Prozent der Passagierzahl aus dem Vorkrisenjahr 2019, ist aber auch in etwa doppelt so viel wie im laufenden Jahr 2021.

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