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Die Software-Probleme bei der Deutschen Flugsicherung wirken sich zu Wochenbeginn auch auf den Flugbetrieb der Lufthansa in Frankfurt aus. Rund 4.500 Passagiere sind betroffen. Der Luftverkehr bleibt noch mehrere Tage eingeschränkt.

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hs
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In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird die Deutsche Flugsicherung (DFS) versuchen, eine neue Software in ihrer Zentrale in Langen (Offenbach) zu installieren. Die DFS hofft, dass das elektronische Kontrollstreifensystem dann wieder fehlerfrei funktioniert. Solange dies nicht der Fall sei, bleibe die Zahl der Flugbewegungen über Süddeutschland eingeschränkt, meldete die Behörde am Montag.

Vergangene Woche senkte die DFS die Kapazität um 25 Prozent ab. Dies geschehe vorsorglich. Die Sicherheit im Luftverkehr sei durch die Software-Panne nicht beeinträchtigt, betonte die DFS.

Passagiere sollen sich vorab über Flug-Status informieren

Die Software-Probleme wirken sich weiter auf den Flugbetrieb aus: Allein die Lufthansa strich am Montag 46 Flüge am größten deutschen Flughafen. Davon seien insgesamt 4.500 Passagiere betroffen, wie ein Sprecher der Lufthansa am Sonntagabend mitteilte. Passagiere sollten sich vor ihrem Abflug über den aktuellen Status ihres Fluges informieren, hieß es weiter.

Ein Software-Problem bei den Fluglotsen schränkt den Luftverkehr schon seit Tagen über weiten Teilen Deutschlands ein. Bereits seit Mittwochabend hat das bundeseigene Unternehmen die Verkehrsmenge für den Luftraum um ein Viertel reduziert, der von Langen aus kontrolliert wird.

Wichtige Daten für Fluglotsen

Die betroffene Software stellt nach früheren DFS-Angaben den Lotsen alle für den Flugverlauf wichtigen Daten jedes Fluges zur Verfügung. Das sind beispielsweise Flugzeugtyp, Flugstrecke und die erwartete Überflugzeit. Die übrigen Sicherungssysteme stünden uneingeschränkt zur Verfügung. Auch die übrigen Zentren der Flugsicherung für andere Lufträume in München, Bremen und Karlsruhe seien nicht betroffen.

Hinweis: In einer früheren Version war die Rede davon, dass die Lufthansa am Montag 22 Flüge mit rund 2.000 betroffenen Passagieren am Flughafen Frankfurt strich. Das Unternehmen hat seine Angaben inzwischen geändert.