Ein Softwareproblem im Kontrollcenter der Flugsicherung in Langen hat den Flugverkehr durcheinander gebracht. Verzögerungen und Ausfälle nicht nur in Frankfurt waren die Folge.

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Computerstörung führt zu Problemen im Flugverkehr

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Technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Langen (Offenbach) haben am Mittwochmorgen den Flugverkehr über weiten Teilen Deutschlands eingeschränkt. Grund war ein seit den frühen Morgenstunden bestehendes Softwareproblem im Kontrollcenter beim Aufspielen eines Updates, wie eine Sprecherin der bundeseigenen Einrichtung sagte.

Das Zentrum in Langen kontrolliert den unteren Luftraum bis zu einer Höhe von 8,5 Kilometern im Süden und in der Mitte Deutschlands mit den wichtigen Flughäfen wie Frankfurt, Düsseldorf und Köln. Das Gebiet reicht von Kassel bis zum Bodensee und von der französischen Grenze bis nach Thüringen.

Für die Dauer der Störung konnte nur eingeschränkt geflogen werden, wie die DFS-Sprecherin sagte. Überflüge waren den Angaben zufolge nicht betroffen, weil sie von Lotsen im Center Karlsruhe überwacht werden. Bereits am Morgen gab die Flugsicherung Entwarnung: Das Softwareproblem sei gelöst, der Luftverkehr sollte ab 9 Uhr wieder normal ablaufen.

Störungen im gesamten europäischen Luftraum

Die Flugsicherung steuere die Verkehrslast, erläuterte die Sprecherin. Wegen des Computerproblems ging vorübergehend nur etwa die Hälfte des Verkehrs durch. Landende Maschinen mussten einen Umweg fliegen oder hatten Verspätung, wie sie sagte. Wie viele Starts und Landungen von der Störung betroffen waren, war zunächst unklar.

Alle Flüge, die in Frankfurt starten oder landen, müssen durch den aus Langen überwachten Luftraum. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport listete am Morgen gerade bei den Abflügen einige Annullierungen und Verspätungen auf. Fraport informierte Passagiere über "Störungen im gesamten europäischen Luftraum". Am Frankfurter Flughafen komme es zu "Verzögerungen im Betriebsablauf und vereinzelten Flugausfällen".

Fluggästen empfahl Fraport, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden. Außerdem solle der Flugstatus vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften geprüft werden, hieß es. Wegen Personalmangels infolge der Corona-Krise kommt es derzeit ohnehin zu längeren Wartezeiten bei Check-in und Sicherheitschecks, mitunter auch zu Flugausfällen.

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