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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Gut eine Milliarde Euro Corona-Hilfen von WIBank vergeben

Stethoskop auf Geldscheinen

Der größte Teil der Corona-Hilfen des Landes ist bislang an Krankenhäuser geflossen. Auch Handel und Handwerk zeigen sich zufrieden mit den Zuwendungen.

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) hat seit Ausbruch der Corona-Pandemie im vergangenen März rund 1.074 Millionen Euro an Hilfen vergeben. Mit 760 Millionen Euro stammt der Großteil davon aus Bundesmitteln, die an hessische Krankenhäuser gingen. Sie bekamen die Ausgleichszahlungen für Sonderlasten wegen der Pandemie. Weitere zehn Millionen kamen aus Landesmitteln für die Beschaffung von Beatmungsgeräten, wie das Geldhaus am Montag mitteilte.

Über 7.600 Kredite vergeben

Die Förderbank des Landes Hessen hat in der Corona-Krise eine Reihe von Hilfsprogrammen aufgelegt, etwa für mittelständische Firmen, Start-ups und Selbstständige. Von März bis Ende 2020 habe das Institut 7.650 Kredite und Darlehen mit einem Gesamtvolumen von rund 236 Millionen Euro bewilligt, bilanzierte die WIBank in Offenbach.

Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler hätten profitiert. Größere Unternehmen wurden ferner mit Bürgschaften für Bankkredite unterstützt. Auch Sportvereine, Festivalbetreiber und Gastronomen bekamen Geld.

Handel und Handwerk zufrieden mit Unterstützung

Mehr als 23 Millionen Euro wurden über das Hilfsprogramm "Hessen-Mikroliquidiät" bis Ende 2020 auch an die Handwerksbetriebe ausgezahlt, wie der Hessische Handwerkstag (HHT) meldete. "Bei aller berechtigten Kritik an zäh fließenden Unterstützungsleistungen des Staates in der Corona-Krise ist das hessische Direktdarlehen ein wichtiger und erfolgreicher Förderbaustein für die Unternehmen", sagte HHT-Präsident Stefan Füll.

Füll lobte die Fortführung des Hilfsprogramms bis Ende 2021, warnte aber mit Blick auf den verlängerten Lockdown, dass gerade bei Friseur- und Kosmetikerbetriebe, Messebauern und im Kfz-Bereich die Reserven "weitgehend aufgebraucht" seien. "Umso wichtiger ist es, dass Hilfsgelder schnell, zielgerichtet und so unbürokratisch wie möglich fließen", so Füll.

Auch der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) zeigte sich auf Anfrage zufrieden mit den Förderungen und Hilfsprogrammen der WIBank. "Ohne die Hilfen könnten viele Betriebe in Hessen die Corona-Krise nicht überstehen", betonte Robert Lippmann, Geschäftsführer des HIHK. Gerade kleine und mittlere Unternehmen profitierten davon. Die Hilfen kämen deutlich schneller und gezielter an als beispielsweise die November- und Dezemberhilfen.

8,2 Milliarden Euro für Unternehmen

Rund um die Novemberhilfen für Unternehmen, die ihre Geschäfte wegen des damaligen Teil-Lockdowns schließen mussten, gab es zuletzt großen Unmut. Nach Problemen bei der Beantragung und Bearbeitung der Unterstützung begann die Auszahlung erst Mitte Januar.

Nach einer Woche seien 30,7 Millionen Euro an 4.500 Betriebe überwiesen worden, teilte das zuständige Regierungspräsidium Gießen am vergangenen Mittwoch mit. Insgesamt waren rund 21.500 Anträge auf Novemberhilfen eingegangen.

Mitte Dezember berichtete die schwarz-grüne Landesregierung, dass die hessischen Unternehmen seit dem Frühjahr in Summe rund 8,2 Milliarden Euro Unterstützung erhielten - über Zuschüsse, Darlehen, Kredite, Bürgschaften und Steuererleichterungen.

Sendung: hr-iNFO, 25.01.2021, 13 Uhr