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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Resolution für neuen Frankfurter Fernbahnhof

ICEs der Deutschen Bahn

Weniger Verspätungen, kürzere Fahrzeiten - das verspricht der Fernbahntunnel, der unter Frankfurt verlaufen soll. Das 3,6 Milliarden Euro teure Projekt stößt bei Kommunen und Verbänden auf breite Unterstützung.

S-Bahnen fahren am Frankfurter Hauptbahnhof schon lange unterirdisch. Künftig soll dort auch der Fernverkehr unter die Erde verlegt werden. Ein unterirdischer Bahnhof samt zweigleisigem, rund acht Kilometer langem Tunnel soll das Nadelöhr am Verkehrsknotenpunkt Frankfurt beseitigen. Am Montag wollen Bund und Bahn dazu die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorstellen.

Kopfbahnhof verzögert Abläufe

Der Kopfbahnhof in Hessens größter Stadt stößt zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen. Oft müssen Züge mit der Einfahrt warten, bis andere das Gleis frei gemacht haben. Anschlusszüge warten dann wieder auf verspätete Reisende. Probleme, die man unter anderem mit dem neuen Tiefbahnhof in den Griff bekommen will.

Fernbahntunnel

Größere Pünktlichkeit im bundesweiten Fernbahnverkehr, um bis zu acht Minuten kürzere Fahrtzeiten und 20 Prozent mehr Kapazität am Hauptbahnhof sind die Ziele des Projekts. Davon sollen auch der Regional- und Güterverkehr profitieren. Als Kosten für das Vorhaben nannten Bund und Deutsche Bahn bislang 3,6 Milliarden Euro.

Verbände und Kommunen unterzeichnen Resolution

19 Verbände, Rhein-Main-Kommunen und Organisationen unterstützen das Projekt. "Mit einer solchen Ergänzung zum oberirdischen Frankfurter Hauptbahnhof sind die zukünftigen Anforderungen an einen leistungsstarken Eisenbahnverkehr erreichbar", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Resolution.

Die Überlastung der Schieneninfrastruktur mache einen Ausbau des Frankfurter Knotens auch für ein Wachstum des Nahverkehrs unbedingt erforderlich. Andere geplante Ausbau-Maßnahmen dürften aber weder gefährdet noch verzögert werden, heißt es in dem Papier.

Zu den Unterzeichnern gehören die Städte Frankfurt, Offenbach und Hanau sowie der Landkreis Offenbach, der Hessische Städte- und Gemeindebund und das Land Hessen, die Verkehrsverbünde NVV und RMV, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), der Fahrgastverband Pro Bahn, die Industrie und Handelskammer (IHK) sowie die Unternehmen Fraport und Helaba.

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