So hat Fraport den neuen Flugsteig G in Frankfurt geplant.
Neue Heimat für Billigflieger: So hat Fraport den neuen Flugsteig G in Frankfurt geplant. Bild © Fraport

Dem geplanten Bau eines Billigflieger-Flugsteigs am Frankfurter Flughafen steht nichts mehr im Wege. Die Baugenehmigung ist erteilt. Der bis zu 200 Millionen Euro teure Flugsteig ist Teil des neuen, dritten Terminals.

Das Bauamt der Stadt Frankfurt hat die Genehmigung für den vorgezogenen Bau des Flugsteigs G erteilt. Wie der Flughafenbetreiber Fraport am Donnerstag mitteilte, kann der Billigflieger-Flugsteig am Frankfurter Flughafen ab dem kommenden Frühjahr gebaut werden. Ursprünglich sollte mit dem Bau im Süden des Geländes bereits im September begonnen werden.

Flugsteig für bis zu fünf Millionen Passagiere

Fraport erklärte, da sich das Verfahren in die Länge gezogen habe, verzögere sich die Inbetriebnahme. Statt im Herbst 2020 werde der neue Flugsteig am größten deutschen Airport voraussichtlich im Frühjahr 2021 fertig sein - zum Sommerflugplan. Er ist eigens für die Abläufe von Billig-Airlines ausgelegt, auf die sich Fraport inzwischen stärker ausrichtet. Nach Fraport-Angaben können dort dann zunächst vier bis fünf Millionen Passagiere starten und landen, später sollen es bis zu sieben Millionen sein.

Auf den Tag genau ein Jahr habe es gedauert, bis der Antrag genehmigt worden sei, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers. Uwe Amend von der Frankfurter Bauaufsicht hält dagegen, dass es sich um ein sehr komplexes Bauvorhaben handele. "Wir hatten den Anspruch, das rechtlich sicher zu prüfen."

Kurze Standzeiten, keine Lounges

Mit dem rund 200 Millionen Euro teuren Flugsteig G wäre ein wichtiger erster Teil des Neubaus eines dritten Terminals fertig. Das Projekt sei auf effiziente Prozesse ausgelegt, es soll kurze Standzeiten für die Flugzeuge und keine Lounges für die Passagiere geben, sagte ein Fraport-Sprecher. Inzwischen gebe es auch Interesse von Airlines außerhalb des Low-Cost-Bereichs.

Fraport begründete das Großprojekt stets mit Passagierwachstum. Kritik kam dagegen von Bürgerinitiativen und Umweltschützern.

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Das gesamte Terminal soll zum Winterflugplan 2023 mit zwei weiteren Flugsteigen (H und J) in Betrieb gehen und nach Fraport-Angaben um die drei Milliarden Euro Kosten. Insgesamt 14 Millionen Passagiere sollen das Terminal pro Jahr nutzen.

Sendung: hr-iNFO, 16.08.2018, 15 Uhr