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Mehr Passagiere, aber noch nicht aus der Krise

Einzelne Passagiere mit Gepäck und mit Mund-Nasen-Schutz in einer Flughafenhalle.

An Frachtaufkommen hat der Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr "einen historischen Rekord" erzielt. Auch bei den Passagieren gibt sich die Fraport optimistisch, obwohl die aktuellen Zahlen noch weit vom Vorkrisenniveau entfernt sind.

Dank der gestiegenen Reisenachfrage im Sommer und der Öffnung der USA im Herbst ist der Frankfurter Flughafen im vergangenen Jahr etwas aus seinem Corona-Tief herausgekommen. Deutschlands größter Flughafen zählte 2021 rund 24,8 Millionen Passagiere und damit fast ein Drittel mehr als im ersten Corona-Jahr 2020, wie der Betreiberkonzern Fraport am Montag mitteilte.

Rekord im Fracht-Geschäft

"Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben wir eines der führenden Fracht-Drehkreuze in Europa", teilte zudem Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, mit. Was das Thema Fracht angeht, "haben wir einen historischen Rekord erzielt", sagte Schulte - obwohl weiterhin Beilade-Kapazitäten auf Passagiermaschinen fehlten. 2021 kam der Frankfurter Flughafen auf rund 2,27 Millionen Tonnen Fracht, fast 19 Prozent mehr als 2020 und knapp 9 Prozent mehr als 2019.

Was die Passagierzahlen angeht, sei man allerdings "noch weit vom Vorkrisenniveau von 2019 entfernt". Das Aufkommen lag trotz der Steigerung noch immer fast zwei Drittel niedriger als vor der Pandemie: 2019 wurden über 70 Millionen Fluggäste abgefertigt.

Anziehende Nachfrage im Frühjahr erwartet

Im Dezember zeigte sich den Angaben zufolge eine stärkere Erholung von der Krise - trotz neuer Reisebeschränkungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus. Fraport zählte 2,7 Millionen Passagiere und damit gut dreimal so viele wie ein Jahr zuvor, allerdings immer noch 44 Prozent weniger als im Dezember 2019.

"Die Lage bleibt auch 2022 hochdynamisch", sagte Schulte. Niemand könne vorhersagen, wie sich die Pandemie in den kommenden Monaten entwickeln wird. "Damit einhergehende und vielfach leider uneinheitliche Reiserestriktionen werden der gesamten Luftfahrtbranche weiter viel abfordern." Trotzdem blicke Fraport "optimistisch nach vorne" und erwarte ab dem Frühjahr eine erneut "deutlich anziehende" Nachfrage.

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