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Audioseite Schweizer bauen Bundesbank-Erweiterung

Das alte Bundesbankgebäude im Hintergrund mit einem der drei neuen Bürogebäude

Die Banker brauchen Platz: Für ihren Hauptsitz in Frankfurt plant die Bundesbank gleich drei neue Bürogebäude und ein Konferenzzentrum. Nun steht fest, wer das Ganze baulich umsetzen darf.

Das Basler Architekturbüro Morger Partner hat den Zuschlag für die geplanten neuen Bürogebäude der Bundesbank-Zentrale in Frankfurt erhalten. "Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Morger Partner Architekten diesen Kernbereich unseres Projekts Campus zu konkretisieren", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Johannes Beermann am Mittwoch.

Das Architekturbüro werde neben den Bürogebäuden, zu denen ein Konferenzzentrum gehöre, das Logistikzentrum am östlichen Rand des Standorts planen. Bis wann die Neubauten fertig sein sollen, ist unklar. Das sei in diesem frühen Planungsstadium nicht absehbar, teilte die Bundesbank auf hr-Anfrage mit.

Der Entwurf von Morger Partner erlangte im Juni 2020 den ersten Preis des Architektenwettbewerbs und hatte damit gute Chancen auf den Zuschlag. Wesentliche Elemente des Entwurfs sind drei identische Bürogebäude, die quer zum bestehenden Haupthaus ausgerichtet sind.

Auch Hauptgebäude soll saniert werden

"Die wertvolle Betonarchitektur des Bestandes wird mit einer Architektursprache bereichert, welche geprägt ist von offener Leichtigkeit", umrissen die Schweizer beim Wettbewerb ihre Vision. Die Basler Architekten hätten die städtebaulichen Vorgaben "intelligent fortgeschrieben", stellte der Jury-Vorsitzende Arno Lederer bei der Bekanntgabe im vergangenen Jahr fest.

Die Bundesbank will ihre Zentrale in Frankfurt erweitern, um Beschäftigte aus anderen Standorten in der Stadt dort unterbringen zu können. In der erweiterten Zentrale sollen insgesamt 5.000 Menschen arbeiten.

Das markante Hauptgebäude aus dem Jahr 1972 - ausgesprochen schmal, dafür recht lang - wird kernsaniert. Zudem sollen auf dem Gelände Sportstätten, eine Kita, ein Gastro-Pavillon und eine neue Tiefgarage entstehen. Die Bundesbank will nun die sechs Preisträger des Architektenwettbewerbs auffordern, für diese Gebäude ein Angebot abzugeben. Der Zuschlag dafür werde voraussichtlich im ersten Quartal 2022 erteilt.