Sie ist Nadelöhr und wichtige Verkehrsschneise zugleich: Zum Ende der Schulferien sollte die Ratswegbrücke in Frankfurt eigentlich wieder teilweise freigegeben werden. Doch die Arbeiten verzögern sich.

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Ratswegbrücke bleibt vorerst gesperrt

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Eigentlich sollte seit letztem Freitag zumindest ein Bruchteil des üblichen Verkehrs wieder über die wichtige Brücke im Frankfurter Ostend rollen. Seit Ende März laufen dort schon die Instandsetzungarbeiten. Wenigstens von Nord nach Süd - von Frankfurt in Richtung Offenbach - sollte die Fahrbahn für Pkw zum Ende der Schulsommerferien wieder freigegeben werden.

Doch wie Pendler inzwischen selbst feststellen müssen, kommt es zu deutlichen Verzögerungen - und die Teilöffnung der Großbaustelle lässt vorerst auf sich warten.

Lieferengpässe und Hitze

Nach Auskunft des Frankfurter Amts für Straßenbau und Erschließung bleibt die Ratswegbrücke bis voraussichtlich 19. September in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Dass es zu Verzögerungen kommen würde, hatte sich bereits Ende August abgezeichnet. Damals informierte das Amt für Straßenbau und Erschließung über Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen aus Stahl. Zudem hätten bestimmte Baumaterialien aufgrund der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit in diesem Sommer nur eingeschränkt verwendet werden können.

Kosten von 4,5 Millionen Euro

Unklar ist derzeit noch, ob und in welchem Umfang sich die bisherigen Verzögerungen auf das Ende der Brückensanierung auswirken. Deren Abschluss war für Ende September vorgesehen. Immerhin: Fußgänger und Fahrradfahrer können die Brücke inzwischen wieder passieren.

Das aus dem Jahr 1983 stammende Bauwerk befand sich nach Darstellung des Straßenbauamtes aufgrund der hohen Belastung in "keinem guten Zustand" mehr. Daher werden nun neue Geländer angebracht, Schäden an der Brückenunterseite repariert, die Beleuchtung erneuert und neue Gleise für die Tramlinie 12 verlegt. Zuletzt soll die Brücke einen neuen Fahrbahnbelag bekommen. Die Gesamtkosten der Instandsetzung sollen sich nach ursprünglicher Planung auf 4,5 Millionen Euro belaufen.

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