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Audioseite Puttrich will EU-Behörde gegen Geldwäsche in Frankfurt

Beschlagnahmte Euro-Banknoten liegen auf einem Tisch.

Im Kampf gegen Geldwäsche will die Europäische Union eine neue Überwachungsbehörde aufbauen. Hessen werde sich "offensiv" dafür einsetzen, dass die Behörde nach Frankfurt kommt, teilte Europaministerin Puttrich mit.

Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) kündigte am Sonntag an, die Landesregierung wolle nun "noch offensiver" für die Ansiedlung der künftigen EU-Behörde gegen Geldwäsche in Frankfurt werben. "Leicht umzusetzen ist dieses Ziel aber nicht. Die Konkurrenz durch andere europäische Metropolen ist groß", schränkte Puttrich laut Mitteilung ein.

Behörde soll weitreichende Befugnisse erhalten

Zuvor war bekannt geworden, dass die EU-Kommission im Kampf gegen Geldwäsche nicht nur eine Bargeldobergrenze einführen, sondern auch eine neue Überwachungsbehörde aufbauen will. Dokumenten zufolge, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, soll die "Anti-Money Laundering Authority (AMLA)" bei Verstößen gegen EU-Regeln sogar eigenständig Finanzsanktionen verhängen können. Zudem ist vorgesehen, dass sie die nationalen Aufsichtsbehörden koordiniert und sie dabei unterstützt, ihre Wirksamkeit bei der Durchsetzung des europäischen Regelwerks zu erhöhen.

Die Bargeldobergrenze soll nach den Vorstellungen der Kommission bei 10.000 Euro liegen. Zudem beinhaltet das geplante Maßnahmenpaket gegen Geldwäsche auch den Vorschlag, die Vorschriften für Anbieter von Krypto-Dienstleistungen zu verschärfen. Dazu wird zum Beispiel die Zahlungsabwicklung gezählt.

Es geht um Milliardenbeträge

Nach Einschätzung des Europäischen Rechnungshofes werden in der EU jährlich Milliardenbeträge aus kriminellen Geschäften in die reguläre Wirtschaft eingespeist, um den illegalen Ursprung der Erträge zu verschleiern. Die europäische Polizeibehörde Europol schätze den Wert verdächtiger Transaktionen innerhalb Europas auf zuletzt Hunderte Milliarden Euro.

Die EU-Kommission will die Pläne in eineinhalb Wochen vorstellen. Dann müssen die Mitgliedstaaten und das Europaparlament über die Umsetzung entscheiden.

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