Ikea
In Rüsselsheim entsteht ein Warenverteilzentrum von Ikea. Bild © picture-alliance/dpa

Ikea kauft einen Teil des Opel-Werksgeländes in Rüsselsheim, um dort ein Verteilzentrum zu bauen. Von dort aus sollen Waren an Privatkunden im ganzen Rhein-Main-Gebiet geliefert werden. Die Nachbargemeinde Bischofsheim befürchtet nun mehr Lieferverkehr.

Audiobeitrag
Stop-Schild vor einem Opel-Schriftzug

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Ikea kauft Teil des Opel-Geländes

Ende des Audiobeitrags

Ikea will in Rüsselsheim eines seiner Warenverteilzentren aufbauen und hat dafür vom Autobauer Opel ein 14 Hektar großes Gelände gekauft. "Mit diesem Grundstück haben wir aus unserer Sicht einen idealen Standort im Rhein-Main-Gebiet gefunden", erklärte ein Ikea-Sprecher am Freitag. Das Grundstück sei überwiegend versiegelt. Außerdem stehe dort bereits eine Logistikhalle von 33.000 Quadratmetern.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Gelände wurde von Opel bislang auch logistisch genutzt. Für Ikea-Kunden im Rhein-Main-Gebiet, die sich Möbel liefern lassen, kamen die Waren bislang aus dem Verteilzentrum in Dortmund.

Für Opel sei der Verkauf Teil des Unternehmensplans, erklärte ein Sprecher. "Opel prüft regelmäßig Möglichkeiten zur Optimierung von Flächen, um seine Standorte möglichst wettbewerbsfähig und effizient aufzustellen."

Bischofsheim befürchtet mehr Lkw-Verkehr

Das Möbelhaus will jetzt mit den betroffenen Gemeinden Rüsselsheim und Bischofsheim (Groß-Gerau) über die weiteren Planungen und die Nutzung des Geländes sprechen. Dabei dürfte es vor allem um den zu erwartenden zusätzlichen Lkw- und Lieferverkehr rund um das Warenverteilzentrum gehen.

Der Rüsselsheimer Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) teilte mit, die Stadt werde das Vorhaben planungsrechtlich intensiv begleiten und die Bedenken hinsichtlich des möglichen Transportverkehrs deutlich machen. Konkret geht es dabei um mögliche Verkehrsbelastungen in der Nachbargemeinde Bischofsheim.

Der Bürgermeister von Bischofsheim, Ingo Kalweit (CDU), sieht das Vorhaben skeptisch. Er befürchtet zusätzlichen Lieferverkehr und Lärm-Belastung, da die B43 die einzig sinnvolle Verkehrsanbindung für das Gelände sei. Das Gelände sei zwar bereits logistisch genutzt worden, allerdings nur von großen Lastwagen. Um Waren zu Privatkunden im ganzen Rhein-Main-Gebiet zu liefern, würden voraussichtlich mehr Sprinter und andere Transporter zum Einsatz kommen.

Sendung: hr-iNFO, 14.06.2019, 10.20 Uhr