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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found OLG verbietet Influencer Schleichwerbung

Instagram-App auf einem Smartphone

Influencer dürfen keine getarnte Werbung für Produkte machen, wenn sie gleichzeitig mit dem Hersteller zusammenarbeiten. Das entschied das Frankfurter Oberlandesgericht im Fall eines Aquarium-Gestalters.

Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt hat mit einem am Donnerstag bekanntgewordenen Beschluss getarnte Werbung von Influencern bei Instagram untersagt. Es handele sich um verbotene Werbung, wenn sich der Influencer "hauptberuflich mit dem Geschäftsbereich des Produkts beschäftigt und geschäftliche Beziehungen zu den Unternehmen unterhält, deren Produkte er empfiehlt", so die Richter in ihrer nicht anfechtbaren Entscheidung.

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Aktenzeichen

Az. 6 W 35/19, Beschluss vom 28.06.2019, vorausgehend Landgericht, 02.04.2019, Az. 2/6 O 105/19

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Ein Verein hatte einen Antrag gegen einen Gestalter von Aquarienlandschaften gestellt, der bei Instagram Aquarien, Zubehör und Wasserpflanzen empfiehlt. Unter anderem zeigte er dort auch Pflanzen einer Firma, deren Auftritt in den Sozialen Medien er gleichzeitig verantwortet. Nach Ansicht des Antragstellers stellt dies verbotene redaktionelle Werbung dar.

Nachdem das Landgericht den Antrag des Vereins zurückgewiesen hatte, gab das OLG der Beschwerde dagegen statt. Der Influencer handele unlauter, wenn er die Werbung nicht kennzeichne, befanden die OLG-Richter. Sein Instagram-Account sei geschäftlich und werbe offensichtlich für die Produkte.