Kräne und Baufahrzeuge stehen auf der Baustelle am Kaiserlei
Europas einstmals größter Kreisverkehr wird zu einer ampelgesteuerten Doppelkreuzung umgebaut. Bild © picture-alliance/dpa

Der Umbau des Kaiserlei-Kreisels in Offenbach wird wohl erst im Herbst 2021 fertig sein - zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Schuld daran sind laut Stadtverwaltung Altlasten im Boden und unvernünftige Lkw-Fahrer.

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hs

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Das Ende der Bauarbeiten am Kaiserlei-Kreisel zwischen Frankfurt und Offenbach verzögert sich voraussichtlich bis Herbst 2021. Damit werden die beiden neuen Kreuzungen, die das einst größte Verkehrsrondell Europas ersetzen sollen, fast zwei Jahre später fertig als ursprünglich geplant, teilte die Stadt Offenbach am Donnerstag mit.

Grund seien unter anderem Altlasten im Boden, die bei den Bauarbeiten gefunden worden seien und deren Entsorgung langwierig gewesen sei. So musste im August 2018 eine Weltkriegsbombe entschärft werden. Die Rede war auch von einem alten, asbesthaltigen Fernwärmerohr und vom aufwendigen Verlegen von Leitungen. Probleme machten zudem Lastwagen, die in für sie nicht erlaubte Straßen fuhren und Absperrungen abrissen, wie Sigrid Pietzsch vom Verkehrs- und Baumanagmenet der Stadt sagte.

Mehrkosten in Millionenhöhe

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Doppelkreuzung am Kaiserlei wird deutlich später fertig

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Bei den Bauarbeiten kommt es nicht nur zu Verzögerungen im Zeitplan, auch die Kosten steigen. Es sei mit Mehrkosten in Millionenhöhe zu rechnen, sagte Planungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP). Er hoffe nur, dass sie nicht im zweistelligen Bereich landeten. Seriös ließen sich die Gesamtkosten noch nicht beziffern.

Zuletzt waren die Kosten des Umbaus mit 41 Millionen Euro angegeben worden, mehr als ein Drittel kommt mit 15,6 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Arbeiten begannen Anfang 2017 und sollten eigentlich Ende 2019 abgeschlossen sein.

Aus Kreisel wird Doppelkreuzung

Der viel befahrene Kreisel diente bisher auch als Ab- und Zufahrt der Autobahn 661. Er soll einer ampelgesteuerten Doppelkreuzung für bis zu 94.000 Autos täglich weichen. Sie soll den Verkehrsstrom von der und zur Autobahn von demjenigen trennen, der zwischen Frankfurt und Offenbach fließt.

Offenbach gewinnt durch den Umbau Grundstücke in der früheren Mitte des Kreisels hinzu. Die notorisch klamme Stadt hofft auf die Ansiedlung von Unternehmen. Sie sind laut Planungsdezernent Weiß "für die finanzielle Gesundung der Stadt von entscheidender Bedeutung". Geplant ist der Bau neuer Bürogebäude. Seit langem diskutiert wird der Bau einer Multifunktionshalle, an der auch die Stadt Frankfurt großes Interesse hat.

Sendung: hessenschau, hr-fernsehen, 04.07.2019, 19.30 Uhr