Knapp 500 Anträge auf Befreiung der Bonpflicht wurden bislang von hessischen Unternehmen bei den Finanzbehörden im Land gestellt.

Begründet worden seien die Anträge mit befürchteten Verzögerungen im Betriebsablauf, entstehenden Mehrkosten durch die Belegausgabe, dem Umweltaspekt sowie persönlichen Gründen, teilte eine Sprecherin der Oberfinanzdirektion Frankfurt mit. In keinem der bisher entschiedenen Einzelfälle sei die vorgetragene Argumentation jedoch geeignet oder ausreichend gewesen, um eine Befreiung von der Belegausgabe bewilligen zu können.

Seit Jahresbeginn müssen Händler mit elektronischen Kassensystemen ihren Kunden bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen. Das soll Steuerbetrug verhindern. Vor allem Unternehmen und Handwerk kritisieren die Regelung als bürokratisch. Zudem werde viel unnützer Müll produziert. Hessens Finanzminister verteidigte dagegen erneut die neue Regelung. Es gehe darum, dem massiven Steuerausfall durch Manipulationen an Kassensystemen wirksam zu begegnen, sagte Thomas Schäfer (CDU) in Wiesbaden auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.