Ihre Kommentare Online-Kritiken: Fluch oder Segen?

25 Kommentare

  • Leider war es klar, dass so eine Kritik irgendwann kommt. Ich habe zwei Jahre lang immer wieder versucht in der Zappbar ein Bier zu trinken und wurde immer wieder mit irgendwelchen Begründungen vor die Tür gesetzt. Das passiert ein- oder zweimal, allerdings gehört das in der Zappbar offenbar zum Programm, denn sie ist allgemein für ihre selektive Publikumsauswahl bekannt. Ich glaube nicht, dass der Wirt ein homophober Ausländerfeind ist, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass er in seiner konsequent und wiederholt ablehnenden Art als solcher interpretiert werden könnte. Wäre ich keine 35-jährige Frau, sondern vielleicht ein junger schwuler Mann und wäre ebenso oft vor die Tür gesetzt worden wie ich es bin, hätte ich mich vielleicht auch gefragt ob es an meiner sexuellen Orientierung liegt...

  • Ein "Kopfgeld" auszusetzen und das auch so zu nennen, finde ich krass. Das klingt für mich nach geplanter Selbstjustiz.
    Solche Online-Kritiken sind natürlich auch bescheuert. Aber wenn der Großteil der anderen Kritiken positiv ist, sieht man i.d.R. doch sowieso über eine schlechte hinweg. Zumindest geht mir das als Nutzer/Kunde so...

  • Portal Jameda für mich eine Farce, ein Zahnarzt ich für missbräuchlich und sehr schlechte Aufmerksamkeit qualifizieren wollte, aber Jameda nicht öffentlich, wenn der Eigentümer es nicht akzeptiert, eine Rechnung gesendet, wenn der Versicherer derjenige war, der den Deal mit diesem Zahnarzt gemacht und ich schickte er mir die Rechnung für meine Mutter, die hier nicht leben und alles war sicher in dem Ausmaß, das mich bedroht.
    Zumindest helfen die Qualifikationen ein wenig, es wird immer eine geben, die etwas nicht gemocht hat. Ist das Recht auf freie Meinungsäußerung richtig? Ich habe auch einen Anwalt, der anscheinend nicht will, dass Google qualifiziert wird, und es ist auch sehr schlechte Aufmerksamkeit und schlechter Service.

  • Offenbar macht so etwas nun Schule...
    In Friedberg wurden wir vor kurzem auch mit einer solchen Anschuldigung gegen unsere Lieblingskneipe in der Altstadt konfrontiert, welche alles andere als rechts, ausländerfeindlich oder sonst was ist... dort ist schon seit 40 Jahren JEDER willkommen und auch immer wieder gerne Gast.
    Man sollte etwas gegen den Bewertungstool unternehmen!

  • online kritiken ohne richtlininien sind eine katastrophe! seit ebay das bewertungssystem eingeführt hatte ,ist der haupstress dort das bewertungssystem. zu beginn konnten käufer und verkäufer negativ bewerten. schon bald änderte ebay das ab und nun können nur noch käufer verkäufer negativ bewerten. das hat dazu geführt das sich eine art bewertungserpressungsystem entwickelt hat. passt dem käufer etwas nicht, will er ein nicht eingeräumtes umtauschrecht umgehen, bewertet er einfach den verkäufer negativ. ebay straft die verkäufer doppelt ab, denn denn fahren sie negative bewertungen ein, sinkt ihr ranking und entsprechende vorteile verfallen, ganz abgesehen von dem schaden den das anrichtet, weil andere käufer isch nach solchen bewertungen richten und vom kauf absehen.inzwischen ist es üblich in allen onlineshops und foren bzw. gaststätten solche bewertungen zu hinterlassen. oft ohne klare richtlinien, alles frei und daher ist missbrauch an der tagsesordnung. eher ein fluch also!

  • Wie es oben vom Anwalt geschildert wurde, Google ist ein Amerikanisches Unternehmen das einfach Bewertungen ermöglicht. Geschäfte und Unternehmen haben keinen Vertrag mit Google geschlossen und müssen sich einfach Bewerten lassen. Nach den Google Richtlinien sind meines er achtens 70 aller Bewertungen falsch. Die Nutzer halten die Richtlinien nicht ein. Außerdem beruft sich Google auf freie Meinungsäußerung und das Grundgesetz Deutschalnds.Was hat ein Amerikanische Unternehmen mit dem Grundgesetzt zu tun?? Und warum müssen sich Unternehmen von diesem durch einem undurchsichtigen Dschungel bewerten lassen. Warum kann man Anonym bewerten? Warum können die Unternehmen nicht die Google Bewertungen ausschalten, sind doch die Unternehmen die entscheiden wo Sie sich bewerten lassen möchten!

  • Ich bin eine Chinesin, lebe seit 11 Jahre in Deutschland.
    Ich gehe zu Ralphs Lokal seit ich noch Azubi war...!!!
    Als ich noch nicht so gut Deutsch sprechen konnte, hat Ralph und seine Familien immer mit mir geredet und wie langjährige bekannte unterhalten! Die haben mich nicht nur behandelt als Gast der Lokal sondern auch als eine Freund!
    Ich fühle mich immer immer immer willkommen von die erst Tag bis heute und auch in die Zukunft !
    Man kann alles sagen, aber diese komische anonyme Bewertung ist einfach unverschämt!!!

  • Wenn man nur auf die Sterne schaut, sind Bewertungen relativ wertlos, wenn es insgesamt nur wenige davon gibt. Ab etwa 1.000 Bewertungen sind die Sterne immerhin ein Indiz.
    Es lohnt sich natürlich, die Texte durchzulesen, wenn denn welche geschrieben wurden. Hier kann man meist erkennen, ob es sich um eine echte Kritik handelt oder ob jemand einfach nur sauer war.
    Ich kenne die Zappbar zufällig persönlich. Für mich ist also die strittige Bewertung leicht einzuordnen: Es ist offenbar Unsinn.Umso besser wäre es gewesen, wenn der Besitzer gar nicht oder humorvoll reagiert hätte.
    Insgesamt denke ich, dass Bewertungssysteme selbst unglaubwürdig werden, wenn einfach jeder Unsinn veröffentlicht werden kann. Vielleicht sollten extrem vom Mittel abweichende Bewertungen grundsätzlich besser nicht veröffentlicht werden, weil sie statistisch das Ergebnis stark verzerren können. Dann käme man aber auch nicht mehr mit 5 Sternen in der Skala aus bzw. müsste 3 Sterne als "sehr gut" werten. Schwierig.

  • Meiner Meinung nach sind Online-Bewertungen, egal wo, oft zu 50Prozent gefakt ! Ausserdem gibt es aber auch viele "nette" Zeitgenossen, die sich daran hochziehen, jemand anderen mal so richtig in "die Pfanne" zu hauen, exemplarisch so wie bei der zappbar. Im Prinzip sollte man als Verbraucher Bewertungen immer genau filtern, dann kann man schon einen Nutzen daraus ziehen.Leider insgesamt gesehen Fluch und Segen zugleich....

  • In der Regel, einfach nur dumm!
    Wem's nicht schmeckt, geht einfach nicht mehr hin!

  • Warum überlässt man ausländischen Unternehmen mittelbar die Kontrolle und Deutungshoheit über die Bewertung darüber, was wahr, was echt oder falsch oder unecht ist? Ich gewinne beim Lesen von Berichten zunehmend den Eindruck, es wäre nur dann echt, wenn es Twitter steht. Dabei stehen dort nur ein paar unbdeutende Phrasen. Genauso wie hier in diesem Falle bei Google Das braucht die Presse, die Politik, der Bürger gar doch nicht an Dritte, an das Aulsand, an Firmen abzugeben, die ausdrücklich nicht journalistisch tätig sind. Aber gemacht wird es trotzdem. Warum?

  • Auch völlig normale Bewertungen sind häufig subjektiv und daher auch nicht immer für eine Orientierung hilfreich. Warum vergibt man 5 Sterne, wenn man "nur" zufrieden war? Wie viele Sterne bekommt ein Restaurant, welches einen immer wieder in den siebten Himmel befördert?
    Die Möglichkeit eine Bewertung abzugeben, darf doch nicht dazu führen, dass jeder einfach schreiben kann, was er will insbesondere nicht mit der Absicht jemand aus persönlichen Gründen zu schaden ohne das sicher dieser dagegen angemessen wehren kann.

    In dieser Bewertung lässt der Besucher leider offen woran er seine Einschätzung festmacht bzw. was er konkret erlebt hat. Einzig das würde seine Bewertung objektivieren und für andere Besucher nützlich machen.

  • Jaja die guten alten Bewertungen im Internet.

    Die einen werden von den Inhabern gekauft, damit das Lokal gut da steht,
    die anderen jammern über schlechte Kritik.

    Also wenn es 50 Bewertungen gibt und 2 davon schlecht sind und so gar nicht ins Bild passen, dann überzeuge ich mich selbst davon ob es schlecht oder gut ist.

  • Pflicht des Klarnamen wäre das einfachste.
    Auch ich hatte schon eine schlechte Bewertung von jemandem der in 60 Minuten genau so viele Bewertungen schrieb (unter Pseudonym), warscheinlich nur im als Google Local Guide schnell Punkte zu sammeln. Obwohl man da außer einem Rang nichts bekommt.

  • Online-Kritiken haben ihren Sinn und sind etwas absolut positives. Ein Mauscheln, wie es früher einmal war, gibt es nicht mehr so ohne weiteres. Für den Kunden ein echter Gewinn, da er eine grobe Orientierung bekommt, bei wem er sein Geld ausgibt, Wir reden hier schließlich über ein Geschäft. Jedem sollte aber bewußt sein, dass es gekaufte Rezensionen gibt und auch Fakebewertungen. Und man sollte auch zwischen den Zeilen lesen können. Ist die Kritik ausgewogen, gibt es Argumente, welche Rolle spielen mögliche Emotionen. Fraglich, ob jeder Leser das verstehen kann. Die Antwort des Wirts ist sehr unsouverän, ein bisschen mehr Gelassenheit wäre für die geneigten potentiellen Besucher deutlich angenehmer. Vermutlich gab es einen Streitfall mit Retourkutsche, die dem Wirt bewußt ist.

  • Ich finde diesen Artikel und die Themebeiträge äußerst gelungen und konstruktiv. Hier werden Motive und Möglichkeiten gut und respektvoll geäußert- auch gegensätzliche. Das hätte der Bewertung über die zappbar auch gut zu Gesicht gestanden.

  • Wenn der Gast diesen "Laden" so erlebt hat, dann ist es sein gutes Recht das auch zu äußern. Der "beleidigte" Wirt hat ja die Möglichkeit dazu Stellung zu nehmen. Der macht statt dessen ein ganz neues Fass auf und bringt die EZB ins Spiel, die ihm anscheinend nicht passt. Da mag sich jeder sein teil denken.

  • Eines sieht man an der Bewertung leider deutlich: will man jemandem weh tun, stellt man ihn als rechts, homophob und ausländerfeindlich dar.
    Im politischen Frankfurt ist die Hetzjagd dann freigegeben. Früher nannte man das vogelfrei.
    Der unzufriedene Kunde wird das bewusst gemacht haben, einen Vorfall in dem man alle drei Parameter sicher feststellen kann, ist schwer zu generieren.
    Leider wirkt der HR mit seiner stark politisch motivierten Berichterstattung als Katalysator für einen ausufernden Linksextremismus.

    Anm. d. Red.: Unsere Berichterstattung ist nicht politisch motiviert.

  • Das Problem bei Google ist, dass die Qualität der Bewertungen abgenommen hat, seit es dafür intern Punkte gibt. Seit dem wird jeder Quatsch bewertet, ob man da war oder nicht. Z.B. ein Aldi halt, was soll man denn da schreiben?.
    In die Zappbar kann man übrigens als Nichtraucher keinen Fuß setzen, für diese Bewertung stehe ich mit meinem Namen :)

  • Jetzt hat er doch genug Publicity als Ausgleich.

  • Kenn ich auch. Kunde war noch im Haus und hat eine *-Bewertung abgegeben.
    Im persönlichem Gespräch war noch alles heile Welt und keine Fragen mehr offen.

    Was der Wirt allerdings mit der EZB hat, und wieso diese sich für das Verhalten der MA in der Freizeit zu interessieren haben soll, bleibt sein Geheimnis. Der Mensch gehört doch nicht der Firma.

    Gibt es ein Kundenbewertungsportal? So weit kommt es noch!

  • Es ist schon so eine Sache mit den Bewertungen.
    Als Betreiber einer Ferienwohnung kann ich ein Lied davon singen.
    Ich habe *---- Bewertungen von Googel-Nutzern erhalten, die nachweislich überhaupt nicht zu Gast bei uns waren.
    Diese Bewertungsprofile sind manchmal auch gut als reine Fake-Profile zu erkennen. Man muss nur mal schauen, wie viele Bewertungen dieses Profil vorgenommen hat. Meistens handelt es sich dann um eine einzige.
    Es werden gezielt Fake-Profile angelegt um Geschäftstreibenden eine schlechte Bewertung reinzusemmeln. Wieso, weshalb, warum? Das weiß leider nur der Bewertende selber.

    P.S. Eine Löschung lehnte Google bei uns ab, da die Bewertung nicht gegen die Google-Richtlinien verstoßen würde. Ob das Profile gefaked ist, oder nicht, interessiert dort niemanden.
    Dummerweise kann man sich dem ganzen Google-Kram ja nicht entziehen. Wer eine Homepage betreibt, landet früher oder später dort. Die Bewertungsfunktion bei Google lässt sich mittlerweile auch NICHt deaktivieren

  • Guter Artikel, Danke!

  • So etwas ist unmöglich !!! Wenn jemand ein Problem hat soll er das doch erst mal Auge um Auge besprechen

  • Online-Kritiken sind schon in Ordnung. Das Problem sehe ich eher in der Anonymität. Etwa so wie im Straßenverkehr. Besteht nicht die "Gefahr", erkannt zu werden, fällt bei so manchem überforderten Zeitgenossen jede zivilisatorische Schranke. Es sollte daher nur unter Hinterlegung der persönlichen Daten möglich sein, Kommentare abzugeben, dann hätte sich das Problem ganz schnell erledigt. Bei Restaurants sollte ein Kommentar nicht innerhalb von 24h nach dem Besuch möglich sein, dann ist das "Tippen im Affekt" auch Geschichte. Nicht zuletzt sollte es auch nicht möglich sein, Bewertungen zu kaufen. Das Phänomen ist mittlerweile so verbreitet, daß man nur noch Bewertungen lesen sollte, die unter "sehr gut" liegen, will man wirklich etwas über ein Produkt herausfinden. Sonst besteht die Gefahr, irgendwelchen Massen-Lobhudeleien auf den Leim zu gehen. Wie jedes Werkzeug hat auch das Internet seine Tücken, welch Überraschung... einen neuen Menschen hat es jedenfalls nicht hervorgebracht.