Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg
Wolkenberge über dem Kraftwerk Staudinger - in den nächsten drei Monaten dampft da nichts. Bild © picture-alliance/dpa

Das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg steht ab Freitag teilweise still. Für drei Monate wird der Kohleblock 5 vom Netz genommen, um Kosten zu sparen. Um ihre Energieversorgung müssen sich die Anwohner aber keine Sorgen machen.

Ab Freitag wird das Kraftwerk Staudinger in Großkrotzenburg (Main-Kinzig) in Teilen stillgelegt. Von Juni bis August wird der Kohleblock 5 keine Energie produzieren. Energieversorger und Kraftwerksbetreiber Uniper hatte die Stilllegung bereits im Oktober angekündigt.

Geplant ist, in den kommenden drei Jahren während der Sommermonate den Kohleblock vom Netz zu nehmen. Für diesen Sommer hat die Bundesnetzagentur die Stilllegung genehmigt. 2019 werde genehmigt, wenn Uniper sicherstellt, dass Gasblock 4 läuft. Für 2020 ist noch keine Entscheidung gefallen.

Mehrere Millionen Kosten gespart

Mit der Sommerpause will Uniper jährlich Kosten im hohen einstelligen Millionen-Bereich sparen. In den Sommermonaten erwirtschafte das Kraftwerk kaum Erlöse, teilte das Unternehmen mit. Die Blöcke eins bis drei wurden bereits 2012 und 2013 stillgelegt.

Die Fernwärmeversorgung der Stadt Hanau und der Gemeinde Großkrotzenburg übernehmen jetzt die Stadtwerke Hanau. Dafür stehen 14 gasbetriebene Kessel zur Verfügung.

Sendung: hr-iNFO, 1.06.2018, 6.00 Uhr