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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurt wird Schwerpunkt des Tarifstreits

Foto eines Streikaufrufs in Form eines Posters von verdi an einem Klinikeingang. Im Hintergrund ist ein Pfleger zu sehen.

Die Gewerkschaft Verdi setzt ihre Warnstreiks im öffentlichen Dienst fort. Am Dienstag sollen Alten- und Krankenpfleger sowie die Mitarbeiter der Frankfurter Stadtverwaltung ihre Arbeit niederlegen.

Am kommenden Dienstag wird es wohl wieder die Frankfurter treffen: Wie der hessische Verdi-Landesverband ankündigte, sind die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aufgerufen, einen Tag lang ihre Arbeit niederzulegen. Gleiches gilt für die Beschäftigten in der sozialen Arbeit, Kranken- sowie Altenpflege.

Außerdem werden sich nach Verdi-Angaben am Dienstagmorgen Nachwuchskräfte im öffentlichen Dienst aus ganz Hessen zu einer Demonstration in Frankfurt treffen.

Bus- und Bahnstreik legte Nahverkehr lahm

Bereits vor zwei Wochen waren Beschäftigte der Frankfurter Stadtverwaltung einen Tag lang zum Streik aufgerufen. Betroffen waren das Ordnungs- und Gesundheitsamt, die Jobcenter, das Grünflächenamt und die städtischen Kitas. Außerdem hatte es Streiks an mehreren Krankenhäusern in Hessen gegeben.

In Frankfurt, Kassel und Wiesbaden legte ein Warnstreik an den vergangenen beiden Dienstagen außerdem den öffentlichen Nahverkehr lahm. Nahezu alle Straßen- und U-Bahnen in Frankfurt sowie ein Großteil der Busse in Kassel und Wiesbaden fielen aus.

"Sture Verweigerungshaltung" der Arbeitgeber

Verdi-Fachbereichsleiter Thomas Winhold begründete den erneuten Aufruf zum Streik mit der "sturen Verweigerungshaltung" der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst unter anderem Gehaltserhöhungen von 4,8 Prozent bzw. mindestens 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auch die Ausbildungs- und Praktikumsvergütungen sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden.

Nach Angaben der Gewerkschaft machten die Arbeitgeber in den ersten beiden Verhandlungsrunden jedoch keine Zusagen. Am 22. Oktober gehen die Verhandlungen weiter.

Sendung: hr-iNFO, 09.10.2020, 16 Uhr