Städte wie Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg werden mit dem Fahrplanwechsel im Dezember an den Fernverkehr angebunden. Außerdem will die Deutsche Bahn zusammen mit der Lufthansa mehr Flüge durch Züge ersetzen.

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Audioseite Intercity erhält den Namen "Lahntal"

Doppelstockzug während der Fahrt.
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Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember baut die Deutsche Bahn (DB) ihr Fernverkehrsangebot in Hessen für die Kundinnen und Kunden aus. Nach Angaben einer Sprecherin wird es dann alle zwei Stunden eine schnelle, umsteigefreie Verbindung von Frankfurt über Sieger- und Sauerland nach Dortmund beziehungsweise Münster geben. Dadurch werden unter anderem Bad Nauheim, Wetzlar und Dillenburg angebunden.

Doppelstöckige IC-Züge mit Fahrradstellplätzen

Einmal täglich fährt die neue Linie den Angaben zufolge bis an die Küste nach Norddeich Mole. Auch in Frankfurt-West halten die Intercity dieser Linie im Zwei-Stunden-Takt. Ein IC aus Siegen hält morgens früh zudem in Haiger und Herborn und erreicht Frankfurt um 7.02 Uhr. Es handele sich um moderne, doppelstöckige Intercity-2-Züge mit neun Fahrradstellplätzen und kostenlosem WLAN, die optimal mit den Nahverkehrsangeboten der Regionen vernetzt seien. Die Mittelhessen-Metropolen Gießen, Marburg und Friedberg sind seit 2018 bereits an den ICE-Fernverkehr angebunden.

Neue Fernverkehrslinie Frankfurt-Siegen-Münster.

Zudem kündigte die Bahn mit dem Fahrplanwechsel schnellere Verbindungen zwischen den Metropolen und zum Frankfurter Flughafen an. So werde es montags bis freitags einen Intercity geben, der Frankfurt um 5.19 Uhr verlässt und umsteigefrei bis in die baden-württembergischen Städte Böblingen, Rottweil und Singen fährt. Ein ICE aus München über Frankfurt erreicht um 20.52 Uhr Mainz und wenig später Wiesbaden. Diese Verbindung ersetzt den bisherigen, sehr späten ICE, der erst kurz vor Mitternacht in Wiesbaden eintrifft.

Zusätzliche ICE-Sprinter-Fahrten

Vor allem Pendler nach Limburg-Süd und Montabaur dürften von einem zusätzlichen ICE profitieren, der um 16.16 von Frankfurt nach Köln Messe/Deutz fährt. In Kassel und Fulda fährt ein weiterer ICE von beziehungsweise nach München als Direktverbindung unter anderem nach Lüneburg und Augsburg. Die letzte abendliche Fahrt aus Erfurt via Bad Hersfeld, Fulda und Hanau rollt künftig rund 40 Minuten später nach Frankfurt (an 0.40 Uhr).

Außerdem gibt es vom 12. Dezember an zwei neue ICE-Sprinter-Fahrten am Tag zwischen dem Frankfurter Flughafen über Nürnberg nach München in nur noch drei Stunden. Diese Sprinter seien auch von und nach Köln und Düsseldorf unterwegs, hieß es. Reisende könnten zudem mit dem bestehenden ICE-Sprinter morgens aus Hamburg via Hannover ab Frankfurt Hauptbahnhof ohne Umsteigen zum Flughafen gelangen. Dieser Zug fuhr bislang nach Darmstadt.

Züge statt Flüge

Neu ist den Angaben zufolge eine ICE-Direktverbindung alle zwei Stunden nach Münster, Osnabrück und Bremen. Zusammen mit der intensivierten Lufthansa-Kooperation "Lufthansa Express Rail" können so noch mehr innerdeutsche Zubringerflüge zum Luftfahrtdrehkreuz Frankfurt auf die Schiene verlagert werden.

Von Hessen an den Bodensee und nach Österreich geht es mit dem Fahrplanwechsel mit einer täglichen Railjet-Verbindung von Frankfurt, Darmstadt und Bensheim bis an den Bodensee, nach Vorarlberg und Tirol. Dafür wird den Angaben zufolge die bestehende Fahrt morgens um 5.55 Uhr ab Frankfurt über Stuttgart hinaus verlängert. Ohne Umsteigen gehe es so nach Ulm, Ravensburg, Friedrichshafen, Lindau-Reutin, Bregenz, Bludenz, Langen am Arlberg, Landeck-Zams, Imst, Innsbruck und Wien.

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