Mit künstlicher Intelligenz wollen Forscher und Unternehmen drohende Ernteausfälle auf Feldern frühzeitig erkennen.

Ziel des "Agrar Nährstoff Assistenten" (ANA) sei es, Landwirte bei der bedarfsgerechten Düngung von Pflanzen zu unterstützen, teilten der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S und das Darmstädter Unternehmen Spacenus am Mittwoch mit. Sie vereinbarten eine Kooperation. Im kommenden Jahr soll ein Prototyp mit Landwirten zusammen getestet werden.

Nach Angaben der Unternehmen werden Satellitenbilder mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet. So wird anhand von Smartphone-Fotos der Versorgungszustand einer Pflanze erkannt. "Mit diesen Informationen können Landwirte und Berater die passende Düngemenge bedarfsgerecht und variabel planen und somit Wachstumsschäden an den Pflanzen verhindern", erklärten die Partner.

Dazu wird das System mit Daten trainiert. Diese entstehen der Mitteilung zufolge derzeit bei Versuchen, die K+S in Kooperation mit der Universität Göttingen macht. Die Entwicklung des Assistenten werde zudem seit 2017 von der Europäischen Weltraumagentur ESA und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert. Die Kooperation von K+S und Spacenus ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Zu den Kosten des Projekts gab es keine Angaben.