Zwei Männer in gelben Sicherheitswesten gehen in Rüsselsheim am Stammwerk von Opel vorbei

Weil es im Werk in Rüsselsheim nicht mehr genug Arbeit gibt, führt der Autobauer für ein halbes Jahr Kurzarbeit ein. Damit soll die Zeit bis zum Produktionsstart des neuen Astra überbrückt werden.

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Opel streicht in seinem Stammwerk Rüsselsheim für sechs Monate die Spätschicht. In Absprache mit dem Betriebsrat hat das Unternehmen bei der Arbeitsagentur Kurzarbeit für die meisten der rund 2.600 Beschäftigten in der Produktion angezeigt, wie ein Opel-Sprecher am Dienstag erklärte. Zuerst hatten Handelsblatt und Wirtschaftswoche über den Einschnitt berichtet.

"Dieser Schritt dient dazu, eine sozialverträgliche Brückenlösung zu schaffen", erklärte das Unternehmen. Die Arbeitnehmer erhalten für die nicht geleistete Arbeitszeit Kurzarbeitergeld als Lohnersatzleistung sowie einen Zuschlag. Das Entwicklungszentrum und weitere zentrale Einheiten sind nicht betroffen.

Mit dem Astra soll alles besser werden

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Ein Opel-Mitarbeiter bei der Montage.
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Nachdem die Produktion des Modells Zafira im Sommer ausgelaufen ist und auch der Absatz der Limousine Insignia schwächelt, soll laut Opel durch die Kurzarbeit ein Teil der Zeit bis zur Produktion des neuen Opel Astra überbrückt werden. Die startet jedoch erst 2021, soll die Produktion in Rüsselsheim aber langfristig sichern.

Bis dahin sollen die Beschäftigten möglichst im Unternehmen gehalten werden. Opel befindet sich nach wie vor in der Sanierung durch den neuen Eigentümer PSA. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Standorten bis Sommer 2023 ausgeschlossen. Für das Jahr 2020 ist die Produktion von lediglich 42.000 Autos geplant.

Sendung: hr-fernsehen, hessenschau kompakt, 1.10.2019, 13 Uhr