Neubaugebiet in Frankfurt

Neu und bezahlbar: Im Rhein-Main-Gebiet werden mit Fördergeldern des Landes 5.000 Wohnungen gebaut. Die Miete soll deutlich unter dem Marktpreis liegen.

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Die Landesregierung will knapp 5.000 neue Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet fördern. Das teilte Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Montag in Wiesbaden mit. Die Wohnungen sollen von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte gebaut werden, das Land bezahlt ihr dazu mehr Geld.

Erste Wohnungen bereits in Bau

Einige der Wohnungen befänden sich bereits im Bau, die ersten Mieter könnten noch in diesem Jahr einziehen. Ziel sei es, bis Ende 2021 die restlichen Wohnungen in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt und Umgebung bezugsfertig zu haben. "Alle diese Wohnungen haben eins gemeinsam: Wir werden sie alle deutlich unter Marktpreis vermieten", sagte Al-Wazir.

Laut Nassauischer Heimstätte betragen beispielsweise die Mieten ihrer fast 14.000 Wohnungen in Frankfurt durchschnittlich 7 Euro pro Quadratmeter. Das sei etwa die Hälfte von dem, was Mieter auf dem privaten Wohnungsmarkt in der Mainmetropole zahlten.

Zurzeit müssten viele der bereits erworbenen Flächen aber erst noch für den Wohnungsbau zugelassen werden. Einige gälten als Gewerbegebiete oder Konversionsflächen. Eine Umwandlung in Wohnfläche dauere in vielen Kommunen länger als erhofft, sagte Constantin Westphal von der Geschäftsführung der Nassauischen Heimstätte.

Land plant Milliarden-Investition

Zusätzlich kündigte Al-Wazir an, mehr Sozialwohnungen erhalten und bauen zu wollen. "Diesen bundesweiten Trend, dass es Jahr für Jahr weniger Sozialwohnungen gibt als im Vorjahr, wollen wir in Hessen in dieser Legislaturperiode stoppen und umkehren", sagte er.

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Betonarbeiten auf einer Baustelle
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Dafür will das Land bis 2024 rund 2,2 Milliarden Euro investieren. Das soll laut Al-Wazir ausreichen, um mehr als 20.000 Wohnungen für rund 60.000 Menschen zu bauen. Zudem soll das Geld genutzt werden, um Sozialwohnungen länger als bislang in der Sozialbindung zu halten.

Dazu will das Land Vermietern Zuschüsse anbieten. Im vergangenen Jahr sei das schon bei rund 460 Wohnungen der Nassauischen Heimstätte geschehen. Die Nassauische Heimstätte ist mit derzeit rund 60.000 Wohnungen die größte soziale Wohnungsbaugesellschaft in Hessen.