Die Landesbank Hessen-Thüringen rechnet angesichts einer positiven Entwicklung in den vergangenen Monaten nun doch mit schwarzen Zahlen im Gesamtjahr.

"Die Helaba ist im zweiten Halbjahr im operativen Geschäft weiterhin auf einem guten Weg", sagte ein Sprecher des Frankfurter Instituts. Zudem erholten sich die Bewertungen der Wertpapierbestände dank des Aufschwungs an den Börsen wieder.

"Wenn sich diese Entwicklungen so weiter fortsetzen, erwartet die Helaba auf Jahressicht einen deutlich zweistelligen positiven Millionenbetrag als Ergebnis vor Steuern", sagte der Sprecher. "Dies steht aber unter dem Vorbehalt, dass in den kommenden Wochen keine weiteren bedeutenden coronabedingten Lockdowns erneute Verwerfungen an den Kapitalmärkten verursachen."

Im ersten Halbjahr 2020 hatten die Turbulenzen an den Kapitalmärkten die Helaba in die roten Zahlen gedrückt. Bewertungsverluste von rund 300 Millionen Euro auf Wertpapierbestände belasteten die Halbjahresbilanz der drittgrößten deutschen Landesbank. Zum 30. Juni wies der Konzern vor Steuern 274 Millionen Euro Verlust aus, nach Steuern ergab sich ein Minus von 185 Millionen Euro.