Ihre Kommentare Welche Maßnahmen gegen Leerstand halten Sie für gerechtfertigt?

20 Kommentare

  • Viele ganz normale Bürger und kleine Hausbesitzer trauen sich nicht mehr Wohnungen zu vermieten. Mietnomaden, Messies...oder schlicht ein Mieterschutz, der auch die übelsten Mietverhältnisse schützt dürften die Gründe sein. Auch gibt es immer weniger Mieter mit beständigen Einkommen. Zeitverträge und andere sich weiter verschlechternde Berufssparten (An einen Postbeamten hat man früher gerne vermietet, beim auf dem Zahnfleisch gehenden Hermes-Boten zittert man mit jeder Miete mit). Es ist lachhaft von einer Wohnungsnot zu sprechen. Alleine in unserer Strasse stehen so viele Wohnungen leer, weil sich kleine Eigenheimbesitzer mit einem Mieter nicht ruinieren wollen und dann noch vom Gesetz ausgeliefert sind und dann auch noch in einer solchen Situation unter einem Dach leben zu müssen. Es gibt keine Wohnungsnot, allenfalls einen Vermietungsunwillen und der hat gute Gründe: Erodierende Gesellschaft, Erodierende Beschäftigungsverhältnisse mit ihren Folgen: kranke Familien, kranke Menschen

  • Zwangsvermietung, bzw. Enteignung von Häusern u. WOHNUNGEN. Es kann nicht sein, dass lang leer stehende Gewerbeimmobilien noch Steuergelder erhalten. Da müssten Leerstandsgebuehren erhoben werden. Wenn sich ueber einen gewissen Zeitraum (3 Jahre) keine Gewerbe Vermietung ergibt, muss der Eigentümer seine Immobilie selbst
    in Wohnumgen umbauen. Damit entsteht bezahlbarer Wohnraum und Spekulation abgewendet Viele Häuser und Wohnungen wurden damals mit Steuerergeldern
    gefördert. Somit sind staatl. Zwangsmass-nahmen rechtmäßig. Die CDU Regierung hat ja staatl. Eigentum verkauft. Staatl. gefoerderter Wohnraum zu Eigentum geduldet und den sozialen Wohnungsbau still gelegt. Damit wurde bezahlbare Wohnraum für junge Paare unerschwinglich und die Geburtenrate sank. Jetzt wo man Massen von Fluechtlingen u. Migranten aufgenommen hat, werden diese sofort mit Sozialwohngen versorgt. Ausser nichts Arbeiten und Hartz 4 mitnehmen, haben die keine Interessen. Danke Deutschland. Kein Plan, kein Rezept.

  • Die Bauvorschriften entschlacken, Hemnisse beseitigen, weniger Auflagen, kurz Bürokratie-Abbau, Baugenehmigungen in max. 3 Monaten erteilen, dann braucht es keine Stabs-Stellen-Mieterschutz was nur weitere Bürokratie bedeutet und nur den Mangel verwaltet!
    Ab 2020 wird schon durch die schlechte Wirtschaftslage eine Entspannung am Wohnungsmarkt erfolgen.
    In anderen Ländern sind die Mieten 3 mal zu hoch wie in Deutschland, und auch da gibt es den Wohnungsmangel. Weiterhin können nun mal in Innenstadtlage nur eine begrenzte Anzahl von Menschen wohnen, will das keiner verinnerlichen?
    Und warum in der Stadt wohnen? Da ist es laut, oft dreckig, Belastung durch Abgase und Verkehr und Sicher ist es auch nicht.

  • Vor zwei Jahren sprach die SPD (Magistrat Ffm) davon, dass man zuwenig Personal hat um Leerstand in Frankfurt auffinden zu können; wenn Herr Al Wazir das ungerechtfertigterweise in 2019 blockiert, ist es in etwa das gleiche, aber nun politisch halt nicht dasselbe??? Allerdings ist es überhaupt kein Problem! Ich verweise, dass das Wohnraumzweckentfremdungsgesetz/Leerstand/Milieuschutzsatzung im Jahr 2016 bereits erneut im Hessischen Landtag eingebracht war. Blockiert haben damals BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und die CDU. Hier ist das Sitzungsprotokoll zu finden http://starweb.hessen.de/cache/KB/19/ULA/ULA-KB-036.pdf?fbclid=IwAR07KuVs6DhPiCcrNFhexNUEfKyxNQz51R2RW01KFv2YDLusKFagFtFJjuQ
    und vielleicht sollte man die Sache jetzt auch EINFACH MACHEN. Dazu braucht man ein einfaches PC-Programm (2. Ausbildungsjahr Verwaltungssachbearbeitung). Alle Gremien wurden von dieser Tatsache mehrfach informiert. Weiterer Schriftverkehr direkt an Herrn Al Wazir folgt. Wichtig, Eigentümer ansprechen

  • Es ist nicht damit getan, zu rufen: "bauen, bauen, bauen" wie es unsere politische "Elite" tut (siehe auch TSG vor den letzten Hessen-Wahlen). Enteignung sollte möglichst vermieden werden. Es gibt sicher andere staatliche Möglichkeiten, die Sanierung und Nutzung alter Wohnungen interessant zu machen, z.B. durch besondere finanzielle Förderung. Auch sind infrastrukturelle Maßnahmen für Wohnen außerhalb der Ballungsgebiete durch Verbesserung des ÖPNV oder durch Maßnahmen wie "Stadtumbau West", die auch zum Erhalt und Neuschaffung von Arbeitsplätzen dienen sollten, eine Möglichkeit. Eine weitere Versiegelung von Acker- und anderen Flächen sollte vermieden werden. Auch ist das Anspruchsdenken z.B. an die Größe von Wohnraum nicht unendlich auszudehnen. Wachstum hat seine Grenzen in den bald nicht mehr verfügbaren Ressourcen.

  • Es stehen zudem städtische Wohnungen in Frankfurter Schulgebäuden seit Jahren leer. Ein Unding in Zeiten von Wohnungsnot und aus allen Nähten platzenden Schulgebäuden!

  • Fassen wir den Artikel zusammen:
    Da bekommt jemand fünf Mails mit Hinweisen auf Leerstand. Die gleiche Person hält Schätzungen für "Bauchgefühl", nutzt diese Zahlen dann aber für die drastische Annahme, dass ein ganzer Stadtteil leer steht. Dazu hat man zwei leer stehende Häuser gefunden und diesen Leerstand ohne Nennung von Nachweisen auf Spekulation geschoben.

    So löst man das Problem steigender Mieten nicht.

  • Wie wäre es, wenn die öffentliche Hand erstmal die eigenen Leerstände in Wohnungen umwandelt? Viele Jahre steht das alte Polizeipräsidium in Messenähe leer, bevor sich jetzt endlich etwas tut. Davon gibt es viele Beispiele. Der Staat ist der schlechtere Vermieter als Private.

  • Es braucht einen Leerstandsmelder, wie ihn die Stabstelle Mieterschutz/Herr Schönbach einführen wollen ! und es muß weiter hin von Medien , wie HR, FR uvm.
    in anhaltender Diskussion bleiben, was mit den Spekulanten passieren soll!

    Und sofort ! das von der Regierung Roland Koch 2004 abgeschaffte Zweckentfremdungsverbot wieder einführen (die Studiengebühren, welche die CDU 2004 eingeführt hatte, sind ja auch wieder reguliert worden!)

    Und wenn der Leerstand als EkSt-Verlustabzug auch noch fiscalisch geltend gemacht werden kann . so wie bei leerstehenden Gewerberäumen - ist dies unbegingt abzuschaffen!

  • Den Vorschlag der Zwangsverwaltung finde ich gut. Etwas Ähnliches gibt es auch in Holland. Da wird ein leerstehendes Altersheim auf einmal ein Wohnhaus für Studenten. Die Mietpreise entsprechen den Verwaltungs- und Instandhaltungskosten.Es gibt keine Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten mehr und die Kündigungsfrist beträgt bei Verkauf 4 Wochen.
    Dafür kostet die Einzimmer-Wohnung incl. Strom, Wasser, Heizung und aller anfallenden Nebenkosten für 36qm nur 253 .
    Das ist bezahlbar, planbar und allemal besser als Leerstand ;o)

  • Ein Problem liegt auch im sehr strengen Mietrecht zugunsten der Mieter und oft zum Nachteil der Vermieter. Ich kenne viele, überwiegend ältere, Privatleute mit Immobilienbesitz. Oft sind es Leute die Wohnungen einst geerbt haben oder bei denen die Kinder ausgezogen sind etc. Diese lassen Ihre Wohnungen lieber leer stehen als sie zu vermieten, da sie mit den rechtlichen Anforderungen überfordert sind. Oft haben diese Leute Angst vor dem Vermieten, weil sie fürchten unangenehme Mieter nicht mehr raus zu bekommen. Zudem ist das Mietrecht für kleine private Vermieter sehr kompliziert und kaum zu überschauen. Allein aus der Furcht etwas falsch zu machen und ggf. verklagt zu werden, werden die Wohnungen lieber leer stehen gelassen. Eine Lösung wäre ggf. ein vereinfachtes Mietrecht für private Kleinvermieter mit geringem Jahresumsatz.

  • Keine, denn Enteignung ist keine Lösung. Man muss sich doch nur auf N3 die Extra 3 Folgen anschauen. Das Bundesregime im Bundestag bekommt nichts auf die Reihe ausser Waffenverkäufe an Terroristen. Die Wohnungsnot ist akut und wenn die Politik gewollt hätte, dann würde es bereits massenweise neue BEZAHLBARE Wohnungen geben. Was bringt es also Privatpersonen zu enteignen, wenn die drei Zimmer Wohnung sowieso 1200 Euro kosten wird .. So steigt der Preis für Neubau auf 1.600 Euro ..

  • Enteignung

  • Fischerfeldstraße, Rappstraße, Sternstraße, Allerheiligenstraße, Battonnstraße - die Liste von verwaisten Mietshäusern in beliebten Frankfurter Wohngegenden ???

    HaHaHaHa, Beliebt ??? Wenn Dies so wäre, würden dort nichts leerstehen, sondern wäre
    schon lange luxussaniert. Punkt.

  • Einer der größten Immobilienspekulanten in Frankfurt ist die Stadt selber. Nur ein einziges Beispiel? Seit 2008 steht in Sachsenhausen das große Haus am Paradieshof mit dem ehemaligen thailändischen Restaurant im EG. komplett leer. 2010 kaufte es die Stadt. Und was hat sie bisher unternommen? Nichts, außer zuschauen, wie das Haus verfällt, bis es eines Tages einsturzgefährdet ist und abgerissen werden muss.

  • "Eigentum verpflichtet" habe ich mal gelernt - das sind für mich auch Werterhaltungsmaßnahmen für leerstehende Gebäude. Dieser Grundsatz scheint für viele Eigentümer nicht mehr zu gelten.
    Es ist schon einmal ein guter Anfang, die Leerstandsquoten zu erfassen. Hoffentlich ergeben sich daraus auch entsprechende Maßnahmen.

  • Die Stadt Frankfurt sollte Grundstücke, die sie besitzt, nicht meistbietend versteigern und damit Preise und auch die Mieten, weiter hochtreiben. (Siehe altes Polizeirevier am Platz der Republik) Sie sollte dort über ihre Wohnungsgesellschaften günstigen Wohnraum schaffen, falls sie es denn kann. Die Stadt Frankfurt scheint mir einer der größten Spekulanten auf dem Wohnungsmarkt zu sein und ich hoffe sehr, daß sich das mal ändert.

  • Zum einen ein Kaufrecht für die Kommune und zum anderen ein "Nachteil" für Eigentümer, die in besonders angespannten Regionen Wohnungen leerstehen lassen. Zum Beispiel durch einen Zuschlag bei der Grundsteuer B (Berechnungsgrundlage, nicht Hebesatz).

  • Hier wäre doch mal ein vernünftiger Ansatzpunkt für die Grundsteuer: Unbebaute Wohngrundstücke/Unbewohnte Wohnungen müssen einfach höher besteuert werden, am besten mit einer Steigerungsrate abhängig von der Dauer des Leerstandes. Auf diesem Weg kostet der Leerstand/die Nichtbebauung richtig Geld und lohnt sich weniger/gar nicht mehr. Aber Achtung: Es braucht natürlich Ausnahmen für aktiv zum Verkauf stehende Gebäude (gerade auf dem flachen Land ein Problem) und für die Fälle, in denen eine Bebauung scheitert, weil keine Firma den Auftrag will (Beispiel Tribüne von Holstein Kiel).

  • Leerstände nach 3 Monaten Zwangsverwalten und vermieten. Das ist keine Enteignung sondern eine Notstandsmassnahme die evtl auch das Gesetz erlaubt. Die Kosten der Zwangsverwaltung sollte natürlich der Eigentümer tragen und man könnte sie von der Ihm zustehenden Miete abziehen.