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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lufthansa beschließt weitere Einsparungen

Eine Lufthansa-Mitarbeiterin trägt während einer Demonstration vor der Lufthansa-Zentrale am Frankfurter Flughafen ein Schild mit der Aufschrift "Im Notfall retten wir Euch ! Wer rettet uns ?".

Die größte deutsche Airline setzt in der Corona-Krise den Rotstift an. Am Dienstag hat die Lufthansa ein zweites Paket ihres Restrukturierungsprogramms beschlossen. Neben der Verwaltung soll auch die Führungsetage schrumpfen.

Die von der Corona-Krise hart getroffene Lufthansa hat am Dienstag neue Einsparmaßnahmen beschlossen. In der Verwaltung sollen 1.000 von insgesamt etwa 5.000 Stellen entfallen, wie die Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Anzahl der Jobs für Führungskräfte soll konzernweit um 20 Prozent beziehungsweise 200 Stellen verringert werden.

Dazu wird auch in der Vorstandsebene an Personal gespart. Nach der Verkleinerung des Vorstands der Deutschen Lufthansa AG sollen auch die Vorstands- und Geschäftsführungsgremien der Töchter schrumpfen. Im ersten Schritt wurde die Anzahl der Gremienmitglieder bei Lufthansa Cargo AG, LSG Group und Lufthansa Aviation Training um jeweils eine Position verringert.

Mit Ufo bereits Vereinbarung getroffen

Nach Zustimmung der Lufthansa-Aktionäre zu dem milliardenschweren staatlichen Rettungspaket sowie den Zusagen der Regierungen in Österreich und der Schweiz sei die Finanzierung der Gruppe zunächst gesichert, erklärte die Lufthansa. "Die vollständige Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen inklusive der Zinszahlungen wird das Unternehmen jedoch in den kommenden Jahren zusätzlich belasten, so dass nachhaltige Kostensenkungen auch aus diesem Grund unausweichlich werden."

Der von der Corona-Krise hart getroffene Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten hat wegen der dauerhaft geringeren Nachfrage den weltweiten Personalüberhang auf 22.000 Vollzeitstellen beziffert. Davon entfallen rund 11.000 auf Deutschland. Wie viele Arbeitsplätze wegfallen, steht noch nicht fest. Das Unternehmen will weiterhin betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermeiden.

Lufthansa verhandelt derzeit mit Verdi und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über Sparbeiträge der Beschäftigten zur Bewältigung der Corona-Flaute. Für die Kabine hat die Gewerkschaft Ufo bereits eine Vereinbarung getroffen.

Sendung: hr-iNFO, 07.07.2020, 14.00 Uhr