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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lufthansa streicht alle Flüge von und nach China

Lufthansa Schalter

Die Lufthansa reagiert auf das Coronavirus und streicht alle Flüge von und nach China. Die Airline will Ziele in der Volksrepublik nur noch ein letztes Mal anfliegen, um unter anderem ihre Crews zurückzuholen. Betroffene Passagiere können umbuchen oder stornieren.

Die Lufthansa streicht ihre Flüge von und nach China. Europas größte Fluggesellschaft folgt damit angesichts des neuartigen Coronavirus ihrem Konkurrenten British Airways und anderen Fluggesellschaften, wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt bestätigte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Die Maßnahme umfasst auch die Töchter Swiss und Austrian. Die Flüge sollen bis zum 9. Februar ausgesetzt werden. Die Airline will ihre jeweiligen Ziele in China laut eigener Aussage nur noch ein letztes Mal anfliegen, um unter anderem die eigenen Crews nach Deutschland zurückzuholen.

Betroffene Passagiere haben laut Lufthansa die Möglichkeit, einmalig kostenfrei auf einen Flug auf der ursprünglichen Strecke umzubuchen oder Reise zu stornieren.

Lufthansa Group setzt alle Flüge nach China (Festland) bis 9. Februar aus. Für betroffene Passagiere besteht die Möglichkeit, einmalig kostenfrei auf einen Flug auf der ursprünglichen Strecke umzubuchen oder Reise zu stornieren. Informationen hier: https://t.co/V4il8dyBmv

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Hongkong von der Maßnahme ausgenommen

Bis Ende Februar können zudem keine Flüge nach China gebucht werden. Ausgenommen ist jedoch Hongkong.

Wöchentlich gehen insgesamt 73 Flüge der Lufthansa und ihrer Töchter Swiss und Austrian nach China und Hongkong. Davon alleine 45 aus Frankfurt und München. Aus Frankfurt werden die Städte Nanjing, Peking, Shanghai, Qingdao und Chengyang angeflogen.

Einen Verdachtsfall auf Lufthansa-Flug gab es schon

Am Mittwoch hatte es an Bord einer Lufthansa-Maschine einen Corona-Verdachtsfall gegeben. An dem in Nanjing gelandeten Flug LH780 aus Frankfurt hatte auch ein Mann teilgenommen, der von den chinesischen Behörden als Risikofall eingestuft wurde, bestätigte Lufthansa in Frankfurt.

Der Chinese soll gehustet haben und zwei Wochen zuvor in der Stadt Wuhan gewesen sein, in der das neuartige Coronavirus zuerst bemerkt worden war. Ob er tatsächlich infiziert ist, blieb zunächst unklar.

Crew und Passagiere als unbedenklich entlassen

Die Passagiere, die jeweils drei Reihen vor und hinter dem Mann saßen, seien von den chinesischen Behörden ebenso untersucht worden wie die Crew des Airbus A340, sagte der Lufthansa-Sprecher. Nach der medizinischen Untersuchung seien sie als unbedenklich entlassen worden.

Flugbegleiter und Piloten seien dann umgehend in die nächste Maschine nach Frankfurt umgestiegen. Der Rückflug LH781 war am Mittwochabend in Frankfurt gelandet. Die deutschen Behörden seien über das Vorgehen informiert worden, erklärte die Fluggesellschaft.

"Nach der Landung kann die Crew normal nach Hause gehen", sagte ein Sachgebietsleiter des Frankfurter Gesundheitsamts am Mittwochabend. Es bestehe derzeit kein Grund, die Flugbegleiter und Piloten unter besondere Beobachtung zu stellen. Zum einen habe es keinen Face-to-Face-Kontakt von mehr als 15 Minuten gegeben. Zudem sei immer noch nicht klar, ob der Chinese tatsächlich mit dem Coronavirus infiziert sei. "Das versuchen wir jetzt erst einmal herauszufinden."

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zum Video Coronavirus: Kein Grund zur Panik

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Sendung: hr-iNFO, 29.01.2020, 17.00 Uhr