Zeitungsständer mit Zeitungstiteln: FAZ, Frankfurter Rundschau, FNP
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Mit Trillerpfeifen haben sie ihrem Ärger Luft gemacht: Über 100 Menschen sind in Gießen auf die Straße gegangen, um gegen Entlassungen bei der Frankfurter Societäts-Druckerei zu demonstrieren. 25 Mitarbeiter sollen ihre Kündigung schon bekommen haben.

Rund 100 Menschen haben am Donnerstag in Gießen gegen Entlassungen bei der Frankfurter Societäts-Druckerei demonstriert. Mit Trillerpfeifen und Transparenten zogen die Teilnehmer durch die Gießener Innenstadt bis zum Verlagshaus der Gießener Allgemeine.

126 Stellen sollen wegfallen

Dort befindet sich das Stammhaus der Verlegerfamilie Rempel. Sie hatte im Frühjahr gemeinsam mit der Ippen-Mediengruppe die Druckerei übernommen. Nach dem Verlust von Druckaufträgen für die Bild-Zeitung und die Welt sollen jetzt 126 von 300 Stellen wegfallen. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben schon 25 Mitarbeiter der Druckerei in Mörfelden-Walldorf ihre Kündigung erhalten.

Viele Beschäftigte sind seit Tagen im Streik. Sie fordern den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. An der Demonstration nahmen auch Beschäftigte der Frankfurter Rundschau und der Frankfurter Neuen Presse teil. Verdi hatte dazu aufgerufen. Laut Polizei verlief die Veranstaltung friedlich.

Sendung: hr-iNFO, 06.12.2018, 18 Uhr