Zwei streikende Busfahrer gehen im Busdepot der RhönEnergie in Fulda an Bussen vorbei

Nach zwei Wochen Streik und fünf erfolglosen Schlichtungsrunden haben sich die privaten Busunternehmer und die Gewerkschaft Verdi geeinigt: Für die Busfahrer gibt es deutlich höhere Gehälter. Fahrgäste dürfen sich auf eine lange streikfreie Zeit freuen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Einigung im Tarifkonflikt: Vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für Busfahrer

Streikende Busfahrer in Offenbach
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Im Tarifstreit zwischen den privaten Busunternehmen in Hessen und ihren Fahrern, ist am Dienstag ein Durchburch erzielt worden. Beide Seiten akzeptierten ein Schlichtungsergebnis, das kräftige Lohnsteigerungen für die Fahrer vorsieht. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2024 - bis dahin müssen Fahrgäste aller Voraussicht nach mit keinen weiteren Streiks rechnen.

Die Tarifparteien einigten sich auf eine vierstufige Lohnsteigerung um 29 Prozent - von derzeit 13,50 Euro die Stunde auf 17,40 Euro. Die erste Stufe soll bereits ab dem 1. Januar 2020 greifen, wenn der Studenlohn auf 15 Euro steigt. Zudem erhalten die rund 4.400 Fahrer privater Busbetriebe rückwirkend für 2019 eine Einmalzahlung von 950 Euro.

Verdi-Mitglieder müssen noch zustimmen

Zudem sollen die unbezahlten, fahrplanbedingten Pausen reduziert und eine betriebliche Altervorsorge eingeführt werden, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Auch Verwaltungsangestellte, Werkstattpersonal und Auszubildende sollen künftig besser vergütet werden. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Verdi-Mitglieder bei einer Urabstimmung.

Der Kompromiss war nach fünf erfolglosen Verhandlungsrunden in einer Schlichtung unter Leitung des früheren RMV-Chefs Volker Sparmann zustande gekommen. Im November hatte der knapp zweiwöchige Streik weite Teile des Nahverkehrs in den meisten hessischen Städten lahmgelegt.

Sendung: hr-iNFO, 10.12.2019, 19.00 Uhr