Drei Kinder sitzen mit einer Lehrerin von einer Tafel

Lehrer, Polizisten und andere Landesbeamte in Hessen bekommen mehr Geld. Wie erwartet hat der Landtag den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst in Hessen auf Beamte und Richter übertragen. Die Erhöhung gilt rückwirkend.

Rückwirkend zum 1. März dieses Jahres erhöhen sich für Beamte und Richter in Hessen die Bezüge um 3,2 Prozent, wie der Landtag am Dienstag beschloss.

Zum 1. Februar nächsten Jahres steigt die Besoldung nochmals um 3,2 Prozent und zum 1. Januar 2021 um weitere 1,4 Prozent. Gleiches gilt für die rund 90.000 Empfänger von Versorgungsbezügen. Auch für die Grundbeträge der Anwärter soll die lineare Anpassung gelten. Rund 100.000 Beschäftigte im Beamten- und Richterverhältnis profitieren von der Erhöhung.

Kritik der Landtagsopposition

Ende März war diese Einkommenssteigerung bereits für die Angestellten des öffentlichen Dienstes in Hessen beschlossen worden. Damals hatte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) angekündigt, dass der Abschluss auf die Beamtenbesoldung übertragen wird.

Die Opposition im Landtag kritisierte, dass Hessen dennoch hinter der allgemeinen Einkommensentwicklung vieler anderer Bundesländer zurückbleibe. Redner mehrerer Fraktionen forderten eine Rückkehr des Bundeslandes in die Tarifgemeinschaft der Länder.

Beamte in Hessen verdienen nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Vergleich zu benachbarten Bundesländern häufig weniger.

Sendung: hr-iNFO, 18.06.2019, 20.00 Uhr