E-Auto tankt Strom

Wer ein E-Auto fährt, kann in Hessen oft lange nach einer Ladestelle suchen. Allmählich aber wächst das Angebot. Ausgerechnet in Frankfurt ist die Lage vergleichsweise dürftig.

Fahrer von Elektrofahrzeugen haben in Hessen immer mehr Möglichkeiten zum Nachladen. Landesweit gab es Ende vergangenen Jahres 1.724 öffentlich zugängliche Ladesäulen für Elektroautos, wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Freitag mitgeteilt hat. Ein Jahr zuvor waren es noch 1.413.

Ausgerechnet in Hessens größter Stadt Frankfurt gibt es der Bilanz zufolge gerade einmal 75 E-Ladepunkte. Im Vergleich zu anderen großen Städten ist das äußerst wenig. Als Spitzenreiter liegt München mit 1.103 Ladesäulen vor Hamburg (1.070) und Berlin (974) weit vor der größten Stadt Hessens.

Hessens auf Platz 5

Bundesweit liegt Hessen auf Platz 5 der 16 Länder. Die meisten Ladepunkte gibt es in Bayern (5.656). Es folgen Baden-Württemberg (4.094), Nordrhein-Westfalen (3.880) und Niedersachsen (1.923). Bundesweit gab es Ende 2019 etwa 24.000 öffentliche Ladepunkte und damit fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ein möglichst dichtes Netz gilt als wichtige Voraussetzung dafür, das E-Auto massentauglich zu machen. Dazu beitragen soll auch die von der Bundesregierung beschlossene Erhöhung der staatlichen Kaufprämie.

Förderung setzt Anreiz

Die Nachfrage nach Elektroautos steigt deutlich, wie das hessische Kfz-Gewerbe vor einigen Tagen mitgeteilt hat. Hauptgrund sei der sogenannte Umweltbonus. Im vergangenen Jahr wurden demnach in Hessen 5.580 Anträge für den Kauf von rein elektrischen Autos, Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen oder wasserstoffbetriebenen Wagen bewilligt.

Dafür floss 2019 Fördergeld in Höhe von insgesamt 20,3 Millionen Euro. Im Jahr 2018 waren es 3.423 Anträge mit einem Volumen von 12,3 Millionen Euro gewesen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), das die Mittel verwaltet, hatte im Oktober vergangenen Jahres ebenfalls von einer steigenden Nachfrage nach der Förderprämie berichtet.

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Steigender Umweltbonus

Bis Ende 2025 soll nach dem Willen der Bundesregierung ein erweiterter "Umweltbonus" angeboten werden. Für Autos mit einem Listenpreis von unter 40.000 Euro soll die Prämie auf bis zu 6.000 Euro steigen. Bislang gibt es 4.000 Euro für rein elektrische Fahrzeuge. Die Gelder kommen jeweils zur Hälfte vom Bund und den Automobilherstellern.

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Sendung: hr-iNFO, 10.01.2020, 8.20 Uhr