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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Milliardenauftrag für Kasseler Rüstungsindustrie

Puma Schützenpanzer bei einer Übung

Mehr als eine Milliarde Euro investiert das Verteidigungsministerium in die Nachrüstung des Schützenpanzers Puma: Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann haben den Zuschlag erhalten. Ein Teil der Arbeiten wird über acht Jahre an den Kasseler Standorten der Unternehmen erledigt.

Der Puma ist ein Problemfall in der Bundeswehr: Immer wieder gerät der Schützenpanzer in die Negativschlagzeilen: Die aufwendige Elektronik an Bord erzeuge häufig Fehlermeldungen, die Systeme müssten dann hoch- und runtergefahren werden, räumte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums gegenüber dem NDR ein. Ein großes Problem im Einsatz.

Die Einsatzbereitschaft des Pumas sei insgesamt verbesserungswürdig, kritisierte auch der Generalinspektor der Bundeswehr, Eberhard Zorn. Rund 1,8 Milliarden Euro werden nun insgesamt in die Modernisierung von fast 300 Puma-Panzern investiert. Den Zuschlag haben die Rüstungskonzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) erhalten. Die Arbeiten werden auch an deren Standorten in Kassel stattfinden. Bis 2029 sollen die Pumas fit für den Einsatz sein.

Millionen-Geschäft mit Aufrüstung

Am Mittwoch wurde der Milliarden-Auftrag für das PSM-Konsortium unterzeichnet, zu dem Rheinmetall und KMW gehören. Bei Rheinmetall in Kassel werden schon ab Juli sämtliche Schweißarbeiten an den "Wannen" stattfinden, dem unteren Teil des Panzers, wie das Unternehmen dem hr mitteilte.

Krauss-Maffei Wegmann wird am Standort Kassel laut einem Sprecher an dem darüber liegenden Geschützturm arbeiten - etwa bei der Ausrüstung mit Nachtsichtgeräten. Für KMW in Kassel bedeute der Auftrag die Sicherung von rund 1.400 Arbeitsplätzen für die kommenden Jahre.

Im ersten Schritt sollen 154 Fahrzeuge aufgerüstet werden, dafür werden 1,04 Milliarden Euro investiert. Rheinmetall bekommt davon nach eigenen Angaben 501 Millionen Euro. In einem weiteren Schritt werden dafür nochmals 143 Puma-Panzer modernisiert für insgesamt 820 Millionen Euro - Rheinmetall erwartet hier wieder mehr als die Hälfte des Geldes. Am Ende sollen die Puma-Schützenpanzer endlich funktionieren: Alle auf gleichem technischen Stand, voll digitalisiert und tatsächlich einsatzbereit.

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