Besucher auf der IAA.

Die Automesse IAA lädt zum ersten Publikumswochenende. Während am Samstag draußen Autogegner demonstrieren werden, können Autofans drinnen neue Modelle begutachten und testen.

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E-Scooter, E-Bike, E-Auto: Das Lieblingsthema auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt ist die Elektromobilität. Passend zum diesjährigen Motto "Driving tomorrow" wollen gerade deutsche Konzerne das breite Publikum mit neuen Elektroautos überzeugen. Die Ausstellerzahl ist allerdings geschrumpft: In diesem Jahr zeigen nur noch rund 800 Aussteller ihre Modelle, vor zwei Jahren waren es noch knapp 1.000.

Es gibt dennoch viele neue Modelle und Innovationen zu entdecken: Wir haben vor dem ersten Publikumswochenende für Sie Highlights und Mitmachaktionen ausgesucht.

Neuheiten auf der IAA

Porsche stellt den Taycan Turbo S vor.

Aussteller aus 39 Ländern zeigen rund 220 Weltpremieren. Porsche bringt mit dem Taycan seinen ersten Elektro-Sportwagen auf den Markt. Der Pkw mit 800 Volt-Technologie soll mit 625 PS und einer Reichweite von mehr als 400 Kilometern dem US-Hersteller Tesla Konkurrenz machen. Kosten: rund 160.000 Euro.

Eine Weltpremiere präsentiert auch der chinesische Hersteller Byton: Der M-Byte ist ein vollelektrischer SUV für rund 45.000 Euro. Der Wagen ist ab Sommer 2020 nur online bestellbar. Mercedes stellt den Vision EQS vor, die Studie zeigt ein vollelektrisches Luxusauto - mit einer Reichweite bis zu 700 Kilometern und 485 PS.

Der Mercedes Vision EQS.

Japans Autoindustrie wird auf der IAA nur noch durch die Marke Honda repräsentiert. Wichtigstes Ausstellungsstück: Der Honda-e im Retro-Look. Auf den Markt kommt das Modell ab 2020 für rund 35.000 Euro. Ebenfalls im kommenden Jahr soll das Elektroauto VW I.D.3 von Volkswagen ausgeliefert werden. Bei Opel gibt es unter anderem den Corsa-e zu sehen.

Natürlich geht es auch in diesem Jahr auf der IAA protzig zu: So gehört ein neuer Defender von Land Rover ebenfalls zu den Neuheiten. Der riesige Geländewagen soll im Frühjahr 2020 auf den Markt kommen.

Der neu aufgelegte Land Rover Defender

Für Enttäuschung bei Autoliebhabern dürften die zahlreichen Absagen von Herstellern sorgen. So fehlen Toyota, Nissan, Mazda, Mitsubishi, Peugeot, Citröen und Volvo. Auch Luxusmarken wie Maserati, Ferrari, Rolls Royce oder Bugatti sind nicht mehr dabei.

Ein Roboter übernimmt das Steuer

An Innovationen mangelt es dennoch nicht. Geht es nach dem Unternehmen EDAG aus Wiesbaden, werden Menschen in Zukunft von Robotern in Elektro-Autos durch die Straßen gefahren Von EDAG stammt zudem das Konzeptauto CityBot - ein autonomes, vernetztes Roboterfahrzeug, das auf der IAA Premiere feiert. Damit das Mobilitätskonzept nicht allzu anonym erscheint, ist der Hightech-Fahrer sichtbar. Die Roboter-Autos können nach Firmenangaben auch als Dienstleister arbeiten und zum Beispiel Müll beseitigen.

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Mit dem SUV über steile Rampen

Die IAA-Veranstalter setzen nach eigenen Angaben in diesem Jahr besonders darauf, dass die Besucher selbst etwas erleben können. Dafür gibt es einen eigenen Messebereich: die IAA Experience. "Es geht - neben den Weltpremieren - darum, dass Mobilität auf der IAA für alle anzufassen, zu riechen, zu fühlen und zu spüren ist", sagt Martin Koers, Geschäftsführer des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

Outdoor-Fans können damit auf der Freifläche des zentralen Messeplatzes Agora anfangen: Zusammen mit einem Fahrer geht es mit einem Geländewagen oder SUV auf dem Offroad-Parcours über steile Rampen und Gefällstrecken. Der krönende Abschluss: eine Wippe.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Welche Erfahrungen die IAA-Besucher machen können

Besucher schauen sich auf der IAA von BMW das Concept 4 Fahrzeug an.
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E-Scooter und E-Bikes testen

Auch E-Scooter dürfen auf der IAA nicht fehlen.

Neben dem Offroad-Parcours befindet sich ein E-Bike-Parcours auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratmetern. Interessierte können dort E-Bikes und E-Scooter testen. Für eine sportliche Note sorgen dabei eine Steilkurve, eine Rüttelstrecke und Terrain-Boxen.

Probefahrten durch die Stadt

Die Hersteller lassen auf der IAA auch Besucher ans Steuer. Auf dem Freigelände West (F10) können Besucher Probefahrten mit neuen Modellen von Ford, Honda, Hyundai, Jaguar, KIA, Renault/Dacia oder Volkswagen machen. Die Besucher können das Messegelände auch verlassen und sich zum Beispiel in den Stadtverkehr stürzen. Die Fahrten werden mit On-Board-Cams übertragen, damit die Zuschauer auf der IAA-Bühne die Fahrten live mitverfolgen können.

Spielen in der Kids World

Für Kinder wird die Kids World angeboten, dort können die Kleinen zum Beispiel bei einer Schnitzeljagd mitmachen. Oder sie drehen auf der großen Carrera-Bahn ein paar Runden gegen Mama oder Papa. Apropos Runden drehen: Kinder ab 11 Jahren können auf dem Freigelände zwischen Halle 9 und 11 bei Jaguar ihren Messeführerschein machen.

Hinweis: Großdemo und Verkehrsbehinderungen

Aktivisten von Greenpeace protestieren beim Rundgang von Kanzlerin Merkel über die IAA auf VW-Autos mit Plakaten mit Aufschrift "Klimakiller"

Dass es in der Branche ein Umdenken hin zu klimafreundlicheren Fahrzeugen gibt, glauben Autogegner trotz der vorgestellten E-Autos der Zukunft nicht. Sie kündigten für das Wochenende massive Proteste an, um gegen die Klimabelastung durch die Autoindustrie zu demonstrieren. Allein am Samstag wollen rund 20.000 Menschen gegen die IAA demonstieren, unter anderem mit einer Fahrrad-Sternfahrt.

Besucher müssen deshalb mit Verkehrsbehinderungen im kompletten Stadtgebiet rechnen. Welche Straßen genau betroffen sind, hat die Frankfurter Polizei aufgelistet.

Weitere Informationen

Eintrittspreise und Öffnungszeiten

Bedeutung: Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) findet im jährlichen Wechsel in Frankfurt und in Hannover (Nutzfahrzeuge) statt. Ausgerichtet wird sie vom Verband der Automobilindustrie.
Dauer: Die Messe in Frankfurt hat offiziell am 12. September begonnen. Von Samstag, 14. September, an ist sie für alle geöffnet, täglich von 9 bis 19 Uhr. Freitags von 11 bis 21 Uhr.
Tickets: Tagestickets kosten werktags 15 Euro (13 Euro im IAA-Webshop), an den Wochenenden 17 Euro (15 Euro im IAA-Webshop).
Ort: Messegelände, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt. Hier geht es zum Geländeplan und zu den Besucherinformationen

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