Salzbachtalbrücke der A66 bei Wiesbaden
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Wegen Pfusch bei der Sanierung steht die vielbefahrene Salzbachtalbrücke auf der A66 bei Wiesbaden unter verschärfter Beobachtung. Jetzt haben die Instrumente Alarm geschlagen - mit einschneidenden Folgen für den Verkehr Richtung Frankfurt.

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Der Verkehr auf der Wiesbadener Salzbachtalbrücke muss weiter eingeschränkt werden. Wie die Landesverkehrsbehörde Hessen Mobil mitteilte, wurde die A66-Brücke am Freitagnachmittag in Fahrtrichtung Frankfurt bis auf Weiteres für den Schwerverkehr ab 7,5 Tonnen komplett gesperrt. Für Pkw steht nur noch eine statt zwei Fahrbahnen zur Verfügung.

Offenbar bereitet die Statik Sorgen. Als Grund nannte Hessen Mobil, dass Messinstrumente "mehrere Auffälligkeiten" an der nach Frankfurt führenden südlichen Brückenhälfte festgestellt hätten.

Die Salzbachtalbrücke wird 24 Stunden am Tag überwacht, nachdem im Januar 2019 Baufehler bei den Sanierungsarbeiten bekannt geworden waren. So waren Stahlpfeiler, die die marode Brücke während der Sanierung stabilisieren sollten, angebohrt und dadurch stark beschädigt worden.

Polizei kontrolliert Verbot

Seitdem standen in Fahrtrichtung Frankfurt zwei und in Richtung Rüdesheim eine Spur für den Verkehr zur Verfügung. Hessen Mobil betont, dass es sich um eine zeitlich begrenzte Sperrung handelt. Noch im Laufe des Sommers soll der gesamte Verkehr auf die nördliche Brückenhälfte verlegt werden. Dann stünden wieder drei Spuren zur Verfügung und die Brücke werde wieder für Lkw freigegeben. Die Südhälfte wird abgerissen und neu gebaut.

Der Schwerverkehr soll ab dem Schiersteiner Kreuz umgeleitet werden. Die Polizei werde das Lkw-Verbot an der Brücke kontrollieren, hieß es seitens Hessen Mobil.