Ein Bahn-Mitarbeiter auf gesperrten Gleisen.

Die Deutsche Bahn baut auch in diesem Jahr an ihrer Infrastruktur in Hessen. Doch so viel wie 2021 stand noch nie auf dem Ausgabenzettel.

Rund 1,39 Milliarden Euro sollen in das Schienennetz und die Bahnhöfe in Hessen fließen, wie die Bahn am Donnerstag mitteilte. 140 Kilometer Gleise, mehr als 170 Weichen, 14 Brücken sowie 60 Haltepunkte und Bahnhöfe stehen auf der Liste des Unternehmens. Mit der Ausgabenhöhe erreiche man eine nie zuvor nie dagewesene Rekordsumme, erklärte das Unternehmen. Vergangenes Jahr waren Investitionen in Höhe von 900 Millionen Euro angekündigt worden.

Zu den Großprojekten gehört die bereits laufende Umgestaltung der B-Ebene des Frankfurter Hauptbahnhofs, die bis 2024 heller und freundlicher werden soll. Neue Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie-Angebote sind geplant. Investiert werde auch in den Hanauer Hauptbahnhof sowie kleinere Stationen wie Borken, Riedstadt-Goddelau und Schlüchtern, teilte die Bahn mit.

Nadelöhr am Frankfurter Hauptbahnhof soll verschwinden

Auf der Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg sollen ab April zwischen Kassel und Göttingen Gleise, Weichen und Schwellen erneuert werden. Mit dem Homburger Damm steht ein weiteres Großprojekt vor der Fertigstellung, ein zusätzliches Gleis soll ein Nadelöhr bei der Ein- und Ausfahrt zum Frankfurter Hauptbahnhof beseitigen. Ende des Jahres sollen die seit 2017 laufenden Bauarbeiten beendet sein.

Die Strecke zwischen Hanau und Gelnhausen soll auf 23 Kilometern viergleisig und mit neuer Technik ausgestattet werden. In Hanau wird auch eine mehr als 100 Jahre alte Bahnbrücke abgerissen, dafür eine neue errichtet. Die Auswirkungen der Bauvorhaben auf den Bahnverkehr sollen so gering wie möglich gehalten werden, erklärte die Bahn.

Sendung: hr-iNFO, 18.03.2021, 15 Uhr