Offenbach Hafenviertel

Wer in Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt zur Miete wohnt, muss dafür inzwischen fast ein Drittel seines Einkommens aufwenden. Die höchsten Mieten werden in Frankfurt verlangt. Deutlich günstiger ist es in Nord- und Osthessen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found In Frankfurt wohnt man am teuersten

Frankfurt von oben
Ende des Audiobeitrags

Welcher Mieter in Hessen kennt nicht das Gefühl, hauptsächlich für das Wohnen zu arbeiten? Neueste Zahlen des Statistischen Landesamts scheinen diesen Eindruck zu bestätigen. Am stärksten zehrt demnach in Offenbach, Darmstadt und Wiesbaden die Miete das Einkommen auf.

Ein knappes Drittel geht für die Miete drauf

Den am Freitag veröffentlichten Zahlen zufolge mussten im vergangenen Jahr in den drei Städten im Schnitt 31,1 Prozent des Einkommens für die Miete zurückgelegt werden. Dabei zeichnet sich ein Trend nach oben ab.

Betrachtet man nur Wohnungen, die seit 2015 angemietet worden, waren es nämlich 32,4 Prozent.Die Nettokaltmiete betrug dort durchschnittlich 8,80 Euro pro Quadratmeter, bei neu angemieteten Wohnungen sogar 10,10 Euro.

Frankfurt am teuersten, Gehälter aber auch höher

In Frankfurt ist Wohnen noch teurer. Hier kostete der Quadratmeter im Schnitt 9,80 Euro, bei ab 2015 angemieteten Wohnungen 11,50 Euro. Weil in der Mainmetropole die Durchschnittseinkommen aber höher liegen, mussten die Frankfurter einen geringeren Anteil ihres Einkommens für die Miete aufbringen als etwa in Offenbach. Im Schnitt waren es 29,1 Prozent.

Auch in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf war die finanzielle Belastung durch die Miete im vergangenen Jahr hoch. Wer dort 2015 oder später eine Wohnung angemietet hat, musste 2018 im Schnitt 30,6 Prozent seines Einkommens für die Miete hinblättern.

Weniger als fünf Euro im Norden und Osten

Günstig wohnte man dagegen in den Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner. Gerade einmal 4,80 Euro Nettokaltmiete zahlten Mieter dort im Schnitt für den Quadratmeter, bei neu angemieteten Wohnungen 5,20 Euro. Mit 24,5 beziehungsweise 25 Prozent musste man hier ein Viertel seines Einkommens für die Miete aufwenden.

Bundesweit lag der Anteil des Haushaltsnettoeinkommens, der für die Miete aufgebracht werden musste, bei 27,2 Prozent.

Sendung: hr1, 18.10.2019, 13.00 Uhr