Hände in Handschuhen stechen Spargel aus dem Boden.
Der Erste Spargel in Hessen ist am Mittwoch gestochen worden. Bild © picture-alliance/dpa

Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen: In Hessen ist am Mittwoch die Spargel-Saison gestartet. Nun wird das Gemüse zwar nicht mehr beheizt, aber ohne Folie geht so früh noch nichts.

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Mehrere Lagen Folie halten die Wärme im Boden. Für den Spargel reicht das schon, die ersten unbeheizten Stangen wurden am Mittwoch in Weiterstadt aus dem Boden geholt, gut zwei Wochen früher als 2018. Erzeuger wie Rolf Meinhardt vom Tannenhof in Weiterstadt rechnet mit einem guten Spargel-Jahr und einer ertragreichen Saison. "Zu Ostern haben wir eine absolute Vollernte." Erste Stangen waren bereits Anfang März aus beheiztem Boden in Bürstadt geholt worden.

Bald geht es auch ohne Folie

Das schöne Wetter und die deutlich steigenden Temperaturen zum Ende der Woche werden dem Gemüse, das bereits in den Startlöchern steht, noch einmal einen guten Schub geben. "Bei der Wärme gehen die Stangen sanft hoch und schmecken dann ganz aromatisch", sagt Meinhardt. Der Wuchs des Spargels sei schon gut, die Frosttage hätten für die notwendige Winterruhe gereicht. Zum Saisonstart will Meinhardt mit seinen Leuten 20 bis 30 Kilo aus dem Boden holen. So richtig los gehe die Ernte dann Anfang April.

Zu Saisonbeginn ist das Gemüse noch vergleichsweise teuer: Zwischen 16 und 20 Euro kostet das Kilogramm in der Handelsklasse I. Im Verlauf der Erntewochen sinken die Preise erfahrungsgemäß deutlich. Schluss mit der Spargelernte ist am Johannistag, dem 24. Juni, oder kurz danach.

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Spargel in Hessen

In Hessen wird auf rund 2.000 Hektar Spargel geerntet, davon liegt der größte Teil rund um Darmstadt. Geerntet wurden 2018 in Deutschland 129.600 Tonnen des "Kaisergemüses", davon 10.800 in Hessen, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

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Sendung: hr-iNFO, 20.03.2019, 10:00 Uhr