Präsentation des neuen Hybrid-Astra in Rüsselsheim.

Opel hat die neue Generation seines Dauerbrenners vorgestellt - der Astra wird nun zum Hybrid. Für den Autobauer ein erster wichtiger Schritt hin zum Elektro-Wagen. Gute Nachrichten gibt es für die Belegschaft in Rüsselsheim.

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Er ist ein Hoffnungsträger, der in die Jahre gekommen ist. Bereits seit 30 Jahren läuft der Opel Astra vom Band. Mittlerweile hat das Modell bereits fünf Generationen mit zahlreichen Anpassungen in Technik und Design durchlaufen. Die sechste Generation nun soll nicht weniger als einen Epochenwechsel einläuten. Denn erstmals wird der Opel Astra mit einem Hybrid-Antrieb aus Verbrenner- und Elektromotor angeboten.

Auf Hybrid folgt "Astra-e"

Die Präsentation im Stammwerk Rüsselsheim an diesem Mittwoch sollte die Bedeutung des neuen Modells für die Marke Opel unterstreichen. Der neue Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz höchstselbst gab sich die Ehre, unterstützt von Fußballtrainer und Markenbotschafter Jürgen Klopp. Hochgeschurtz küdigte an, dass der neue Hybrid-Astra ab Oktober bestellbar sein werde. Und dass ab 2023 gleich der nächste Zukunftsschritt folgen soll: der vollständig elektrische "Astra-e".

Bereits im Juli hatte Opel seine Pläne vorgestellt, ab 2028 nur noch Elektrofahrzeuge zu produzieren. Vermutlich der größte Einschnitt in der Firmengeschichte. Doch für den Mutterkonzern Stellantis, der Opel 2017 erworben hat, nur ein Teil einer viel umfassenderen Strategie. Bis 2025 will Stellantis mehr als 30 Milliarden Euro in Elektroautos und Hybridmodelle stecken und nach und nach sämtliche Modelle seiner insgesamt 14 Automobilmarken auf Elektromotoren umstellen.

Personal wird aufgestockt

Für den Standort Rüsselsheim ist derweil vor allem ein Aspekt der neuen Stellantis-Strategie wichtig. Der Astra wird auch weiterhin ausschließlich hier montiert. Für das in den letzten Jahren stark geschrumpfte Stammwerk bedeutet dies, dass zum Jahresende die Zahl der dort in der Endmontage Beschäftigten um 300 auf insgesamt 2.400 steigen soll - allerdings sollen die zusätzlichen Arbeitskräfte aus anderen Bereichen des Standortes abgezogen werden. Ebenfalls zum Jahresende soll wieder auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt werden.

Für die in den vergangenen Jahren arg gebeutelte Belegschaft dürfte dies die erste gute Botschaft seit Langem sein. Seit der Übernahme hatte der heutige Stellantis-Chef Carlos Tavares bei Opel einen harten Sanierungskurs durchgesetzt und Teile der Entwicklung ebenso verkauft wie das Testcenter und weitere Immobilien. Nach einer Einigung mit der IG Metall wurden tausende Arbeitsplätze gestrichen und die Menschen mit Abfindungen oder Vorruhestandsgeld nach Hause geschickt.

Wegen schwacher Nachfrage hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kurzarbeit gegeben. Im Corona-Jahr 2020 war schließlich der Absatz von Opel-Modellen um ein gutes Drittel eingebrochen. Ende November 2020 und im Mai dieses Jahres demonstrierte die Belegschaft gegen mögliche Kündigungen.

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