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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Opel plant offenbar Kurzarbeit in Rüsselsheim

Zwei Männer in gelben Sicherheitswesten gehen in Rüsselsheim am Stammwerk von Opel vorbei

Am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim soll es laut einem Zeitungsbericht schon ab Oktober Kurzarbeit geben. Damit will der Autobauer die Zeit bis zum Start der neuen Astra-Produktion überbrücken.

Das Fachblatt Wirtschaftswoche berichtete am Freitag über die Pläne des Autoherstellers, in seinem Stammwerk Rüsselsheim Kurzarbeit einzuführen. Dem Bericht zufolge soll die Maßnahme zunächst von Oktober bis Ende des Jahres dauern. Im nächsten Frühjahr solle es dann erneut Kurzarbeit geben.

Die Zeitung bezieht sich auf interne Sitzungsprotokolle von Arbeitnehmervertretern. Mit der Kurzarbeit soll demnach die Zeit überbrückt werden, bis ab 2021 die Astra-Produktion in Rüsselsheim anlaufen kann. Bisher war in dem Werk das Modell Zafira hergestellt worden, dessen Produktion aber ausläuft.

Nur 42.000 Autos im neuen Jahr

Das Unternehmen will sich zu den Meldungen nicht direkt äußern. Auf Anfrage teilte Opel lediglich mit, man befinde sich in einer Übergangsphase. Die Zeit, bis in Rüsselsheim der Astra vom Band rollt, müsse überbrückt werden - dazu diskutiere man mit dem Betriebsrat derzeit verschiedene Möglichkeiten. Insgesamt arbeiten im Werk Rüsselsheim rund 2.600 Beschäftigte. Für das Jahr 2020 ist die Produktion von lediglich 42.000 Autos geplant.

Opel befindet sich nach wie vor in der Sanierung durch den neuen Eigentümer PSA – so sollen beispielsweise noch mehrere hundert Ingenieure aus dem Opel Entwicklungszentrum zum Ingenieursdienstleister Segula wechseln. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Opel-Standorten, zu denen auch Eisenach und Kaiserslautern gehören, bis Sommer 2023 ausgeschlossen.

Sendung: hr-iNFO, 23.08.2019, 18 Uhr