Opel-Chef Michael Lohscheller (re) und PSA-Chef Carlos Tavares (li.)

Wenige Opel-Beschäftigte wollen derzeit freiwillig das Unternehmen verlassen. Nun bringt die Geschäftsleitung neue Strategien ins Spiel.

Die Kurzarbeit in Folge der Coronakrise wird beim Autobauer Opel bis voraussichtlich Ende 2021 verlängert - wenn die Arbeitsagentur zustimmen sollte. Darauf einigten sich Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat in einem Eckpunktepapier, wie ein Unternehmenssprecher am Samstag dem hr bestätigte.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kurzarbeit, Homeoffice und Altersteilzeit - was Opel angekündigt hat

Opel-Zentrale in Rüsselsheim
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Darüber hinaus will Opel unter anderem sein Programm zur Altersteilzeit auch für alle Beschäftigte des Jahrgangs 1964 öffnen. Für sogenannte Fokusbereiche prüft der Autobauer das Angebot von Transfergesellschaften. Konkret wird der Standort Rüsselsheim genannt, etwa mit Teilelager und Design. Hier sei für die Jahrgänge 1961 bis 1964 auch ein "spezielles Programm" geplant. Details nannte das Unternehmen nicht.

Wenige Opel-Beschäftigte wollen bisher freiwillig ausscheiden

"Zu den einzelnen Punkten müssen in den nächsten Tagen Vereinbarungen abgeschlossen werden", sagte ein Opel-Sprecher. Über die Einigung hatten zuvor die Zeitungen der VRM-Gruppe berichtet.

Opel hatte zuletzt Entlassungen für den Fall ins Spiel gebracht, dass sich bei einem vereinbarten Freiwilligenprogramm zum Stellenabbau bis Ende 2021 nicht die angestrebten 2.100 Teilnehmer finden lassen. Bislang haben sich demnach nur etwa 500 Beschäftigte für ein Ausscheiden entschieden. Opel-Chef Michael Lohscheller hatte aber auch betont, er sei zuversichtlich, mit dem Betriebsrat gute Lösungen zu finden. Die Ankündigung möglicher betriebsbedingter Kündigungen bei Opel hatte bei Beschäftigtenvertretern für vehemente Kritik gesorgt.

Sendung: hr 3, 26.09.2020, 15.00 Uhr